Roseninsel8er gegen Wind und Wellen

Strahlende Sonne, ein glitzernder See und blaue Berge im Hintergrund – die Würzburger Sportlerinnen und Sportler wurden bei der diesjährigen Regatta in Starnberg von einem tollen Ausblick begrüßt. Insgesamt starteten drei Teams vom ARCW beim Roseninsel-8er: Zuerst die Masters im Riemenboot, dann der Studenten-Frauenachter im Skull-Gigboot und direkt im Anschluss ein Boot mit drei weiblichen Teammitgliedern, das aber offiziell als Männerboot lief. Gerudert werden mussten insgesamt knapp 12 Kilometer; einmal um die Roseninsel herum und wieder zurück.

Auf dem Wasser zeigte sich ziemlich schnell, warum die Starnberger Verhältnisse so berühmt-berüchtigt sind: Der Wind pfiff, die Sonne verzog sich hinter Wolken und besonders in der Mitte des Sees bildeten sich hohe Wellen. Der Stromathlet als breites Gigboot konnte das zu seinem Vorteil nutzen und pflügte relativ unbeeindruckt durch das wilde Wasser – im Gegensatz zu manchem Rennboot. Einige liefen so voll, dass sie das Rennen abbrechen mussten. Der Riemenachter mit den ARCW-Masters stand zwischenzeitlich auch bis zum Stemmbrett unter Wasser. Geschickt nutzten sie jedoch die Wende auf der Hälfte der Strecke (“Steu über!”) und ließen die Back-Leute ordentlich schöpfen, sodass sie nicht allzu viel Zeit verloren: Am Ende reichte es noch fürs Siegerpodest.

Auch der Frauenachter staubte Medaillen ab. Nach einem guten Start fuhren die Mädels konstant im vorderen Feld mit. Obwohl mit Merle und Franzi zwei Regatta-Neulinge an Board waren und auch Mia zum ersten Mal die Rolle der Steuerfrau übernahm, fuhr das Boot sauber gegen Wind und Wellen an. Einen direkten Gegner gab es nicht, dafür aber war ein Zeitwert vom Vorjahr zu schlagen – was dem Team mit fast vier Minuten Vorsprung locker gelang. “So glatt lief es noch nie in Starnberg”, stellte Ines dann auch nach dem Rennen verwundert fest. (Man munkelt, es lag am Glücksbringer Olli Zeidler, der vor dem Start zum Fotomachen angehalten wurde…)

Das gemischte Team, das den Stromathlet von den Mädels übernahm, hat allerdings eine etwas andere Geschichte zu erzählen. In ihrem Rennen ging es deutlich wilder zu: Es wurde mehr geschöpft, außerdem fegte der Wind ein Skull gegen JPs Schläfe, das einem Teamkollegen kurz zuvor aus der Hand gerutscht war. Trotz Schwappwasser und leichter Platzwunde erreichte das Team als zweites im eigenen Wettkampf die Zielboje. Ein ü-bier-motiviertes Boot voller Italiener beanspruchte hier leider den Sieg für sich. Die Freude über den guten zweiten Platz währte jedoch auch nicht lange: Aufgrund einer Kollision zweier anderer Boote bei der Wende wurde dem Drittplatzierten Zeit gut geschrieben, sodass sie in der Wertung nach oben rutschten. Wie fair oder unfair diese Regelung ist, wurde anschließend ausgiebig in einem urigen Biergarten bei Bier und zünftigem, bayrischen Essen diskutiert. 

Jegliche schlechte Laune verflog an diesem Abend schnell. Bei der traditionellen Afterparty im Bootshaus des MRSV wurde nur noch gelacht, getrunken, gesungen und getanzt. Am nächsten Morgen zeigte sich Starnberg noch einmal von seiner besten Seite. Bei warmen Sonnenschein und entspannter Seerundfahrt mit Bergpanorama ließ sich der wahrscheinlich letzte Sommertag des Jahres noch einmal richtig genießen – Grund genug, im nächsten Jahr wieder bei Deutschlands größter Achter-Regatta anzutreten.

Bericht: Franziska Lehnert
Foto: ARCW

Bundeswettbewerb 2019

Auch in diesem Jahr hat sich der ARCW aufgemacht und ist zum Bundeswettbewerb gefahren. Die Jüngsten der Ruderer sind für ein ganzes Wochenende zum Landeszentrum nach München gefahren, um sich gegen die Nachwuchskräfte der anderen Länder zu messen. Für unsere Sportler hieß das ein Wochenende voller Aufregung, Spaß und echtem Wettkampfgeist. Nicht nur auf dem Wasser wurde sich gemessen, sondern auch in verschiedenen Zusatzwettbewerben mussten unsere Kinder zeigen, was in Ihnen steckt – ob beim Ballwerfen, Dreisprung oder in der Staffel. Ausnahmslos konnten sich die ARCW-Ruderer beweisen und haben mit ihrer Riege sogar die Abteilungen gewonnen. Von den 90 bayrischen Sportlern, war der ARCW mit 8 Ruderern vertreten, die von den beiden Trainern Helena, unserer neuen FSJlerin, und unserem Roberto begleitet wurden. 

Im ruderischen Wettkampf hat sich der Verein ebenfalls sehr gut geschlagen und konnte die ein oder andere Platzierung einfahren. So haben Henri und Leo in ihrem Zweier auf der Langstrecke am Samstag den zweiten Platz errudert und die Leichtgewichtsmädels Anne und Julia ihren Zweier am Sonntag im Finale B sogar an die Spitze gebracht. Unser Mädchenvierer der 12/13-Jährigen dagegen hat sich tapfer geschlagen, konnte aber leider keine Platzierung erringen. Am Ende war es ein gelungenes Wochenende mit einmal mehr großer Regattaerfahrung und viel guter Laune! 

Amrumer Coastal Rowing 2.0

Nicht nur auf Seen und Flüssen sind unsere Würzburger unterwegs, sondern dieses Jahr haben sich zwei mutige Ruderer auch ans Küstengewässer gewagt. Bei der zweiten Coastal Rowing Challenge auf Amrum sind Johanna Hildebrandt und Lucas Jacobs zusammen mit dem ehemaligen Würzburger Daniel Baron und den Kielerinnen Anna Jakobi und Julia Simon an den Start gegangen. Doch die lange Anreise hatte sich gelohnt, da die fünf nicht nur eine einzigartige Regattaerfahrung, sondern auch eine wunderschöne Insel erwartete. Leider begann der erste Regattasamstag mit schlechten Nachrichten, da der Wind das Rudern unmöglich machte und die entsprechenden Wellen auch für die speziellen Seegigs zu gefährlich gewesen wären. Kurzerhand hatte sich die Regattaleitung aber ein paar lustige Beach Games ausgedacht und wer wollte, konnte sich gegen die anderen Teams im Staffelsprint am Strand, Tauziehen und in allerlei Kräftemessen beweisen. Unsere Würzburger haben sich aber stattdessen lieber noch die Insel angesehen und entspannt die Inselluft genossen.

Dafür ging es dann am Sonntag hoch motiviert an den Strand. Der Strandkorb wurde gerichtet, die Einteiler angelegt und die ersten Ruderboote zu Wasser gelassen. Zwar hat auch hier die Ebbe der Regattaleitung einen Strich durch den Zeitplan gemacht, sodass einige Rennen verkürzt werden mussten, aber kaum war das Wasser richtig da, ging es auch schon ab. Einer und Vierer wurden von den Wellen in die Luft gehoben und wieder fallen gelassen, einige Profis konnten sogar auf den Wellen surfen und andere Boote mit weniger Luft wurden vom Wasser quer oder gar verkehrt herum wieder an den Strand gespült. Selbst die Weltmeister, die als besondere Gäste angepriesen waren, konnten sich nicht alle behaupten und jedes Rennen war aufregend – denn jeder Ruderer war voll und ganz dem Wasser ausgeliefert und nur weil man vorne lag, hieß das noch lange, dass man auch gewann. So haben auch unsere beiden Vierer es leider nicht aufs Siegertreppchen geschafft, obwohl wir deutlich vorne waren. Insgesamt war diese Regatta etwas ganz besonderes und steht auch schon für nächstes Jahr im Terminkalender.

Bild: Daniel Baron

Konstanz 2019 – erfolgreich wie nie!

Fest im Terminkalender der Studenten steht die Internationale Bodenseewoche. Nicht nur, weil diese Regatta ein ganz besonderes Flair hat zwischen der schweizerischen und deutschen Grenze oder dem internationalen Charakter durch die berühmte Internationale Bodenseewoche. Am Konstanzwochenende ist immer gutes Wetter, selten ist ein Wettkampf so stressfrei durch den späten Start am Samstag und eigentlich fühlt man sich hier wie im Urlaub. Genau aus dem Grund haben eine Handvoll Ruderer das Wochenende genutzt und sind mit Kind und Kegel direkt als Schlachtenbummler mitgekommen. Durch die begrenzte Zahl an Achtern im ARCW und dem diesjährigen Großumbau im RC Neptun Konstanz mussten wir unsere Boote dieses Jahr auf drei Achter beschränken und nicht jeder konnte aktiv teilnehmen.

Zum Glück bietet die Bodenseewoche aber mehr als ein Rennen und auch unsere laustarke Unterstützung konnte am Freitagabend zumindest zum Imperiasprint ins Boot steigen. Nachdem Würzburg in beinahe jedem der Vorläufe mit einem Boot vertreten war und sich Runde für Runde durchgekämpft hat, durften sich Mia, Sebbo, Milan und Lucas (RC Neptun) den begehrten Pokal abholen und einen Kasten erfrischendes Getränk noch dazu.

Am Samstag, dem eigentlichen Renntag, gab es erst einmal eine riesige Aufregung, weil der Vereinsbus nicht anspringen wollte. Im Eifer des Gefechts passierte dann noch ein Unglück und unser Arne hatte an unglücklicher Stelle den Finger zwischen Tür und Auto. Nach dem Besuch in der Klinik war klar, dass der Finger gebrochen und unserem Männerachter der Co-Schlag fehlt. Zum Glück konnten wir uns bei den Konstanzern einen ihrer Junioren ausleihen und auch Arne war dank Schmerzmittel wieder halbwegs geflickt. Die eine Hälfte unserer Ruderer fuhr damit in die Schweiz, um unsere Boot fertig zu machen, während die andere Hälfte sich beim zweiten Coastal Rowing versuchte. Dieses Jahr erstmalig mit Kostümwettbewerb, den Fabian und Niklas in ihren Babywindeln auch direkt für sich entschieden haben, wurde die Slalomstaffel in den Seeeinern knallhart und ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen. Nicht selten gab es Bootskontakt und so einfach wie es auf den ersten Blick wirkte, war die Strecke um Bojen und mit den Wenden dann doch nicht.

Zum späten Nachmittag hin wurde es dann langsam ernst für unseren Männer, – Frauen- und offenen Studentenachter Gig. Versammelt sind wir zur Obmannsitzung und Einweisung der Steuerleute nach Kreuzlingen gefahren und am frühen Abend wurden die Achter zu Wasser gelassen. In diesem Jahr neu war der Massenstart aller elf Boote. Gut aus den Startbojen herausgekommen und schnell gestartet, haben sich alle ARCW-Achter gut im Feld platzieren können. Leider gab es nicht nur beim offenen Gig Bootskontakt, sondern auch unsere Frauen konnten nicht ganz kollisionsfrei in den Hafen einlaufen. Dafür war es aber ein unfassbar tolles Rennen und im Ziel angekommen, war die Stimmung bei Sonnenuntergang aus dem Konstanzer Hafen quer über den See zu fahren bombastisch. Wenig später bei der Pasta Party gab es für unsere Frauen dann eine riesige Überraschung. Zum ersten Mal haben sie es geschafft die Dauersieger aus Schaffhauen zu schlagen uns sich trotz elend langem Zeitvorsprung aus Altersgründen aus Treppchen zu kämpfen. Freudestrahlend, emotional und glücklich haben Mia, Sophie, Marie, Ines, Lisa, Anna, Kati, Caro und Steuerfrau Johanna den Wanderpokal entgegen genommen und erst Recht Grund zum Feiern gehabt. Fröhlich wurde die Nacht durchzecht und am nächsten Morgen gemütlich beim Frühstück der letzte Tag in Konstanz genossen. Einige wollten schon früh zurück nach Würzburg und einige haben es sich noch auf der Promenade gut gehen lassen, Konstanz angeschaut und sind erst am Nachmittag zurückgefahren. Ein schönes und durchweg erfolgreiches Wochenende ist zu Ende gegangen und wer weiß, vielleicht schafft es Würzburg nächstes Jahr doch noch einen Achter mehr zu stellen.

AHV-Muttertagsessen

Welche Veranstaltung bringt es fertig, dass ein 101jähriger die Festrede hält?

So geschehen beim AHV-Weißwurstessen zu Muttertag am 12. Mai. Werner Kraft überraschte uns alle mit einer klaren Lob- und Dankrede einschließlich des Hochs auf den ARCW. Dem wollten dann die „Jungen“ nicht nachstehen, „Skandolino“ Klaus Riedl rezitierte gekonnt und Chorsänger Harald Wimmer gab ein Lied zum Besten.

Neben diesen kulturellen Highlights kam natürlich auch nicht der „weltliche“ Genuss zu kurz: frische Weißwürste (da konnte sogar unsere Vegetarierin nicht widerstehen!), köstliche Brezeln mit salziger Butter, knackige Radieschen und anschließend ein Nachspeisenbüfett mit selbst gebackenen Kuchen (von Ursi), jahreszeitgemäßer Erdbeertorte und Schlemmer-Tiramisu.

So konnten sich alle von Jung (Jakob) bis Werner, alle Mütter und Omas stressfrei und in geselliger Runde erfreuen und genießen. Außer natürlich unsere Gastgeber, die besonders erwähnt werden müssen: Ursi und Viko und Gerhild (die für die verhinderten Babs und Peter einsprang). Sie hatten im Vorfeld, während der Veranstaltung und anschließend genug zu tun und wurden ein klein wenig von den Jüngsten Jakob, Samuel, Eva und Markus unterstützt.

Danke an alle Mitwirkenden!

Langstrecke Leipzig mit Ergotest

Am Wochenende des 30. März 2019 machten sich die Senioren und einige Junioren des ARCW auf nach Leipzig, um an der alljährlichen Frühjahres Langstrecke teilzunehmen. Diese gilt unter Ruderern als erste Leistungsüberprüfung des Jahres, bei der auf dem Ergometer sowie auf dem Wasser Leistungen erbracht werden. Für den ARCW gingen Sina Schäfer, Patrick Hofmockel, Pierre Douverne, Fabio Kress sowie Felix und Joachim Agne an den Start. Am Samstag galt es sich auf dem Sportcampus der Uni Leipzig auf dem Ergometer zu beweisen. Über die olympische Distanz von 2000m erzielten die ARCW Sportler hierbei respektable Ergebnisse und konnten vor den Augen der Bundestrainer ihren Kampfgeist unter Beweis stellen. Besonders hervorzuheben ist dabei Joachim Agne, der mit einer Zeit von 6:17,6min auf 2000m die drittschnellste Zeit des Tages erzielte.

Am Sonntag stand mit der 6km Langstrecke der namensgebende Teil des Wochenendes an. Dieser wurde auf dem von 1933 bis 1943 erbauten Elster-Saale-Kanal ausgetragen. Beim ersten Anblick des Kanals äußerten sich einige Bedenken bezüglich der Ausmaße des Kanals, welcher sehr schmal wirkt. Bei näherer Betrachtung stellten sich die Verhältnisse jedoch als nahezu optimal heraus. Den Anfang machten Sina Schäfer und ihre Zweierpartnerin aus Münster. Die beiden Leichtgewichte stellten sich der schweren Konkurrenz und erkämpften sich den 11. Platz. Patrick Hofmockel und Fabio Kress gingen jeweils im Einer an den Start und belegten nach einem zehrenden Rennen einen soliden 12. und 14. Platz bei den leichten Senioren. Pierre Douverne und sein Erlanger Zweierpartner mussten sich in einem starken Feld der schweren A-Junioren beweisen und belegten hier den 20. Platz. Zu guter letzt startete Felix Agne mit Erlanger Renngemeinschaft im Zweier der leichten Senioren. Ein 5. Platz in dieser Kategorie rundete das Wochenende perfekt ab.

Mit guten Ergebnissen legten die ARCW Sportler den Grundstein für eine erfolgreiche Saison 2019 und empfohlen sich für gute Platzierungen bei die bevorstehende Kleinbootmeisterschaft in zwei Wochen auf dem Fühlinger See in Köln.

Bild: ARCW

Anrudern 2019

Traditionell hat der ARCW auch in diesem Jahr am 1. Mai den Start in die Rudersaison eingeläutet. Die große Bootsflotte versammelte sich ab dem frühen Morgen auf dem Gelände und ein jeder bekam seinen Platz im Boot. Einige der festen Mannschaften nutzten die Gelegenheit direkt, um eine frühe Trainingseinheit voran zu schieben und gemeinsam versammelten sich um 10.00 Uhr alle unter der Löwenbrücke, um gespannt den offiziellen Ruderbeginn zu erwarten. Zusammen mit der ROW und dem Unisport war der Main zwischen der Alten Mainbrücke und der Löwenbrücke mit allen Bootsklassen gefüllt. Unsere Vorstandsvorsitzenden haben mit dem Oberbürgermeister auf der Barke den Würzburger Rudersport vertreten und nach einigen kurzen Ansprachen wurde das Ruderjahr 2019 erfolgreich begonnen.

Nachdem alle Boote wieder angelegt und in ihr Lager gebracht wurden, begann der gemütliche Teil der Veranstaltung. Mit gutem Essen, fröhlicher Musik und einem lustigen Beisammensein wurde auf den ARCW und den Rudersport in Würzburg angestoßen. Anschließend gab es sogar noch zwei Bootstaufen zu feiern, wovon der Kinder-Doppelzweier ein gemeinschaftliches Boot mit der ROW ist, wie schon bei der letzten Gala angekündigt. Nach den Taufgedichten und Jungfernfahrten wurde der Tag gemütlich beendet und ein riesiges Dankeschön geht raus an die vielen helfenden Hand und den Vergnügungsausschuss.

Deutsche Kleinbootmeisterschaft und Kleinbootüberprüfung der Junioren

Vom 12.-14.4. fanden auf dem Fühlinger See in Köln die diesjährige Kleinbootmeisterschaft und die erste Leistungsüberprüfung der Junioren im Kleinboot statt.

Aus Würzburger Sicht besonders erfreulich war dabei die Vizemeisterschaft von Sina, die im Leichtgewichts-Zweier ohne zusammen mit Maike Eckert aus Münster an den Start ging.

Ebenfalls im Leichtgewichts-Zweier ohne startete Felix zusammen mit seinem Partner Felipe Thomas aus Erlangen. Im Vorlauf verpassten die beiden mit Platz vier leider den direkten Finaleinzug und so ging es am Samstag im Hoffnungslauf an den Start. Dort konnten sie mit einem vierten Platz den achten Rang in der Gesamtwertung erringen.

Ein starkes Meldefeld mit 41 Startern bot sich im Leichtgewichts-Einer der Männer. Auch der ARCW war hier am stärksten vertreten, mit Fabio Kress, Patrick Hofmockel und Joachim gingen gleich drei Athleten an den Start. Am Freitag ging es erst einmal darum, im Vorlauf den Einzug in die Viertelfinals 1-4 perfekt zu machen und sich so einen Platz unter den ersten 24 zu sichern. Diese Aufgabe löste vor allem Joachim mit Bravour und konnte sich den Vorlaufsieg sichern. Aber auch Fabio und Patrick mit Platz zwei bzw. drei fuhren souveräne Rennen und zogen so in die Viertelfinals ein. Diese standen als nächste Rennen Samstagvormittag auf dem Programm. Joachim konnte sich hier mit einem erneuten Sieg eine gute Ausgangsposition für das Halbfinale am Nachmittag sichern.

Für Fabio und Patrick reichte es erwartungsgemäß nicht für die ersten beiden Halbfinals, sodass es am Nachmittag dann um den Einzug ins C- bzw. D-Finale ging. Dort ergab sich dann auch das erste direkte Aufeinandertreffen der beiden, Fabio konnte sich mit einem starken dritten Platz für das C-Finale qualifizieren, für Patrick ging es ins D-Finale. Für Joachim kämpfte in seinem sehr hochwertig besetzten Halbfinale um den Einzug in das A-Finale und somit auch die Möglichkeit, um die Medaillen mitzufahren. Mit einem vierten Platz blieb ihm dies allerdings verwehrt und es ging knapp „nur“ ins B-Finale. In diesem wurde er dann seiner Favoritenrolle auch gerecht und gewann souverän, womit für ihn ein siebter Gesamtrang zu Buche stand. Dadurch stand auch fest, dass er dieses Jahr erneut im deutschen Leichtgewichtsdoppelvierer sitzen wird.

Im C-Finale fuhr Fabio ein beherztes Rennen und belegte über 1900m den dritten Rang, musste sich allerdings kurz vor dem Ziel dem überragenden Endspurt von Tim Bier aus Treis-Karden geschlagen geben und wurde mit dem denkbar knappen Rückstand von acht Hundertstelsekunden Vierter. Patrick erreichte in seinem Finale Rang zwei und belegte damit Platz 20 insgesamt und Platz zwölf der U23-Sportler, Fabio sogar Platz 16 und somit den achten Rang in der U23-Auswertung.

Als einziger Junior des ARCW ging Pierre Douverne mit Immanuel Dorneich vom Erlanger Ruderverein im Junioren-Zweier ohne an den Start. Mit jeweils Platz fünf im Vor- und Zwischenlauf qualifizierten sich die beiden für das Finale F, welches sie vor der Renngemeinschaft aus Gießen/Wetzlar gewinnen konnten.

Inn-River-Race Passau 2019

Zum Saisonauftakt ist die Inn- River-Race Regatta in Passau am ersten Aprilwochenende für Teile der aktiven Ruderer der Würzburger Rudervereine eine der ersten und gleich eine der anspruchsvollsten Termine im Frühjahr. Eine starke internationale und nationale Beteiligung zeigt auch in diesem Jahr die Beliebtheit dieser Langstreckenregatta. Eine aussergewöhnliche und reizvolle Naturstrecke über 5,5km auf dem Inn ist für die ca. 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ganz besonderes Wettkampferlebnis.

Die angenehme und stimmungsvolle Atmosphäre vor, während und nach den Rennen, mit Siegerehrung und Blasmusik im großen Bierzelt, ist für viele ein zusätzlicher Grund nach Passau zu Reisen.

Bei 7 Starts von Booten mit Würzburger Beteiligung konnten 5 Siege und zwei zweite Plätze mit nach Würzburg zurückgenommen werden.

Erfolgreichster Verein war der Akademische Ruderclub ( ARCW) der mit 4 Siegen und den zwei zweiten Plätzen glänzte, die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg (ROW) trug einen Sieg bei , ebenso wie , in Renngemeinschaft mit dem ARCW ,der Würzburger Ruderverein Bayern (WRVB) .Bemerkenswert Susanne Hegner ( ARCW) , die in ihrem ersten Ruderrennen überhaupt, gleich einen Sieg verbuchen konnte.

Alle Ergebnisse und Zeiten auf rudern.de

Bild: Klaus Böhnlein ( ARCW )

Bootsobleute – Kurs im März 2019

Als im Februar die Einladung von Peter Wimmer für einen Bootsobleute – Kurs ins Haus flatterte, war für mich sofort klar, dass ich mich anmelde. Sich endlich mal mit Themen wie Steuern, Sicherheit, Wasserverhältnisse, Wasserverkehrszeichen … konkret und gezielt auseinander zu setzen, das hatte ich mir schon lange gewünscht.

Der DRV wird in Zukunft erwarten, dass in jedem Boot ausgebildete Obleute die Verantwortung übernehmen. Diese Personen müssen nicht gleichzeitig Steuermann/Steuerfrau sein.

So trafen sich am 23. und 30. März 2019 Dreizehn Ruderinnen und Ruderer (Hildegund Breitenstein, Beate Dinkloh, Friederike Fehlig, Dieter Feitsch, Michael Flammersberger, Reinhard Keller, Matthias Kolb, Katrin Miller, Rainer Schäfer, Klaus-Jürgen Schulze, Hubert Väth, Angelika Winkler, Bernhard Zimmer) und brachten eine Vielfalt von Erfahrungen mit: ob seit knapp 50 Jahren auf dem Wasser oder erst seit kurzer Zeit.

So wurde auch Peters Bitte, dass er im theoretischen Teil nicht nur einen Vortrag halten wolle, sondern auch auf Fragen und Impulse der Teilnehmer*innen eingehen möchte, rege erfüllt: angeregt durch einem lebendigen Austausch ging der Vormittag schnell herum. Es tat so gut, in Ruhe endlich mal mehr über scheinbare Selbstverständlichkeiten zu lernen.

Nachmittags ging es dann aufs Wasser: ohne Steuer, alleine durch Ruderkommandos das Boot um die Insel zu lenken. Zu spüren, wie sensibel das Boot auf ein Kommando reagiert, wenn die Mannschaft das tut, was der Steuermann/die Steuerfrau sagt (und als Ruderer das auch macht, was gesagt wird, obwohl man es in dem Moment eigentlich besser weiß!) Nur so konnten wir immer sicherer das Boot lenken.

Am 30. 3. trafen wir uns dann zur „Prüfung“: als Vorbereitung diente für den theoretischen Teil der 10-seitige Fragenkatalog vom DRV: empfehlenswert, sich den mal anzuschauen.

https://www.rudern.de/sites/default/files/downloads/drv_steuer-und-obleute_pruefungsfragen_loesungen_01.pdf

Bei der wunderbaren Frühlingssonne ging es dann aufs Wasser und wir durften Peter Wimmer bzw. Miriam McDonogh unser „Können“ zeigen.

Einstimmig war zum Abschluss die Meinung, dass die gemeinsamen Stunden eine wertvolle Zeit waren und eigentlich vielen im Club gut tun würde. Von Herzen Dank für die Initiative, lieber Peter … und bitte mehr davon!