Langstrecke Leipzig mit Ergotest

Am Wochenende des 30. März 2019 machten sich die Senioren und einige Junioren des ARCW auf nach Leipzig, um an der alljährlichen Frühjahres Langstrecke teilzunehmen. Diese gilt unter Ruderern als erste Leistungsüberprüfung des Jahres, bei der auf dem Ergometer sowie auf dem Wasser Leistungen erbracht werden. Für den ARCW gingen Sina Schäfer, Patrick Hofmockel, Pierre Douverne, Fabio Kress sowie Felix und Joachim Agne an den Start. Am Samstag galt es sich auf dem Sportcampus der Uni Leipzig auf dem Ergometer zu beweisen. Über die olympische Distanz von 2000m erzielten die ARCW Sportler hierbei respektable Ergebnisse und konnten vor den Augen der Bundestrainer ihren Kampfgeist unter Beweis stellen. Besonders hervorzuheben ist dabei Joachim Agne, der mit einer Zeit von 6:17,6min auf 2000m die drittschnellste Zeit des Tages erzielte.

Am Sonntag stand mit der 6km Langstrecke der namensgebende Teil des Wochenendes an. Dieser wurde auf dem von 1933 bis 1943 erbauten Elster-Saale-Kanal ausgetragen. Beim ersten Anblick des Kanals äußerten sich einige Bedenken bezüglich der Ausmaße des Kanals, welcher sehr schmal wirkt. Bei näherer Betrachtung stellten sich die Verhältnisse jedoch als nahezu optimal heraus. Den Anfang machten Sina Schäfer und ihre Zweierpartnerin aus Münster. Die beiden Leichtgewichte stellten sich der schweren Konkurrenz und erkämpften sich den 11. Platz. Patrick Hofmockel und Fabio Kress gingen jeweils im Einer an den Start und belegten nach einem zehrenden Rennen einen soliden 12. und 14. Platz bei den leichten Senioren. Pierre Douverne und sein Erlanger Zweierpartner mussten sich in einem starken Feld der schweren A-Junioren beweisen und belegten hier den 20. Platz. Zu guter letzt startete Felix Agne mit Erlanger Renngemeinschaft im Zweier der leichten Senioren. Ein 5. Platz in dieser Kategorie rundete das Wochenende perfekt ab.

Mit guten Ergebnissen legten die ARCW Sportler den Grundstein für eine erfolgreiche Saison 2019 und empfohlen sich für gute Platzierungen bei die bevorstehende Kleinbootmeisterschaft in zwei Wochen auf dem Fühlinger See in Köln.

Bild: ARCW

Deutsche Kleinbootmeisterschaft und Kleinbootüberprüfung der Junioren

Vom 12.-14.4. fanden auf dem Fühlinger See in Köln die diesjährige Kleinbootmeisterschaft und die erste Leistungsüberprüfung der Junioren im Kleinboot statt.

Aus Würzburger Sicht besonders erfreulich war dabei die Vizemeisterschaft von Sina, die im Leichtgewichts-Zweier ohne zusammen mit Maike Eckert aus Münster an den Start ging.

Ebenfalls im Leichtgewichts-Zweier ohne startete Felix zusammen mit seinem Partner Felipe Thomas aus Erlangen. Im Vorlauf verpassten die beiden mit Platz vier leider den direkten Finaleinzug und so ging es am Samstag im Hoffnungslauf an den Start. Dort konnten sie mit einem vierten Platz den achten Rang in der Gesamtwertung erringen.

Ein starkes Meldefeld mit 41 Startern bot sich im Leichtgewichts-Einer der Männer. Auch der ARCW war hier am stärksten vertreten, mit Fabio Kress, Patrick Hofmockel und Joachim gingen gleich drei Athleten an den Start. Am Freitag ging es erst einmal darum, im Vorlauf den Einzug in die Viertelfinals 1-4 perfekt zu machen und sich so einen Platz unter den ersten 24 zu sichern. Diese Aufgabe löste vor allem Joachim mit Bravour und konnte sich den Vorlaufsieg sichern. Aber auch Fabio und Patrick mit Platz zwei bzw. drei fuhren souveräne Rennen und zogen so in die Viertelfinals ein. Diese standen als nächste Rennen Samstagvormittag auf dem Programm. Joachim konnte sich hier mit einem erneuten Sieg eine gute Ausgangsposition für das Halbfinale am Nachmittag sichern.

Für Fabio und Patrick reichte es erwartungsgemäß nicht für die ersten beiden Halbfinals, sodass es am Nachmittag dann um den Einzug ins C- bzw. D-Finale ging. Dort ergab sich dann auch das erste direkte Aufeinandertreffen der beiden, Fabio konnte sich mit einem starken dritten Platz für das C-Finale qualifizieren, für Patrick ging es ins D-Finale. Für Joachim kämpfte in seinem sehr hochwertig besetzten Halbfinale um den Einzug in das A-Finale und somit auch die Möglichkeit, um die Medaillen mitzufahren. Mit einem vierten Platz blieb ihm dies allerdings verwehrt und es ging knapp „nur“ ins B-Finale. In diesem wurde er dann seiner Favoritenrolle auch gerecht und gewann souverän, womit für ihn ein siebter Gesamtrang zu Buche stand. Dadurch stand auch fest, dass er dieses Jahr erneut im deutschen Leichtgewichtsdoppelvierer sitzen wird.

Im C-Finale fuhr Fabio ein beherztes Rennen und belegte über 1900m den dritten Rang, musste sich allerdings kurz vor dem Ziel dem überragenden Endspurt von Tim Bier aus Treis-Karden geschlagen geben und wurde mit dem denkbar knappen Rückstand von acht Hundertstelsekunden Vierter. Patrick erreichte in seinem Finale Rang zwei und belegte damit Platz 20 insgesamt und Platz zwölf der U23-Sportler, Fabio sogar Platz 16 und somit den achten Rang in der U23-Auswertung.

Als einziger Junior des ARCW ging Pierre Douverne mit Immanuel Dorneich vom Erlanger Ruderverein im Junioren-Zweier ohne an den Start. Mit jeweils Platz fünf im Vor- und Zwischenlauf qualifizierten sich die beiden für das Finale F, welches sie vor der Renngemeinschaft aus Gießen/Wetzlar gewinnen konnten.

Bootsobleute – Kurs im März 2019

Als im Februar die Einladung von Peter Wimmer für einen Bootsobleute – Kurs ins Haus flatterte, war für mich sofort klar, dass ich mich anmelde. Sich endlich mal mit Themen wie Steuern, Sicherheit, Wasserverhältnisse, Wasserverkehrszeichen … konkret und gezielt auseinander zu setzen, das hatte ich mir schon lange gewünscht.

Der DRV wird in Zukunft erwarten, dass in jedem Boot ausgebildete Obleute die Verantwortung übernehmen. Diese Personen müssen nicht gleichzeitig Steuermann/Steuerfrau sein.

So trafen sich am 23. und 30. März 2019 Dreizehn Ruderinnen und Ruderer (Hildegund Breitenstein, Beate Dinkloh, Friederike Fehlig, Dieter Feitsch, Michael Flammersberger, Reinhard Keller, Matthias Kolb, Katrin Miller, Rainer Schäfer, Klaus-Jürgen Schulze, Hubert Väth, Angelika Winkler, Bernhard Zimmer) und brachten eine Vielfalt von Erfahrungen mit: ob seit knapp 50 Jahren auf dem Wasser oder erst seit kurzer Zeit.

So wurde auch Peters Bitte, dass er im theoretischen Teil nicht nur einen Vortrag halten wolle, sondern auch auf Fragen und Impulse der Teilnehmer*innen eingehen möchte, rege erfüllt: angeregt durch einem lebendigen Austausch ging der Vormittag schnell herum. Es tat so gut, in Ruhe endlich mal mehr über scheinbare Selbstverständlichkeiten zu lernen.

Nachmittags ging es dann aufs Wasser: ohne Steuer, alleine durch Ruderkommandos das Boot um die Insel zu lenken. Zu spüren, wie sensibel das Boot auf ein Kommando reagiert, wenn die Mannschaft das tut, was der Steuermann/die Steuerfrau sagt (und als Ruderer das auch macht, was gesagt wird, obwohl man es in dem Moment eigentlich besser weiß!) Nur so konnten wir immer sicherer das Boot lenken.

Am 30. 3. trafen wir uns dann zur „Prüfung“: als Vorbereitung diente für den theoretischen Teil der 10-seitige Fragenkatalog vom DRV: empfehlenswert, sich den mal anzuschauen.

https://www.rudern.de/sites/default/files/downloads/drv_steuer-und-obleute_pruefungsfragen_loesungen_01.pdf

Bei der wunderbaren Frühlingssonne ging es dann aufs Wasser und wir durften Peter Wimmer bzw. Miriam McDonogh unser „Können“ zeigen.

Einstimmig war zum Abschluss die Meinung, dass die gemeinsamen Stunden eine wertvolle Zeit waren und eigentlich vielen im Club gut tun würde. Von Herzen Dank für die Initiative, lieber Peter … und bitte mehr davon!

Gold für Tom

Bei den Int. Deutschen Meisterschaften im Ergometerrudern über 30min hat Tom Kiesel von den Junioren bei den 20. Internationalen Deutschen Ergometermeisterschaften Gold errungen. Nachdem ihm die 2000m ErgoCup in Kettwig einige Tage zuvor nicht reichten, vertrat Tom vergangenes Wochenende in Starnberg erfolgreich den ARCW.

Im Finale der Leichtgewichte bis 18 Jahre sicherte er sich die Goldmedaille und den Titel des Deutschen Meisters über die 30 Minuten Distanz, wo es bei der für alle gleichen Zeitvorgabe um die erreichte Kilometeranzahl geht. Hier schaffte es Kiesel die in seiner Klasse „magischen“ 8000m mit 8158 Metern deutlich zu übertreffen und sprang damit verdient auf das oberste Siegertreppchen.

Nächstes Ziel werden dann die Vorbereitungsregatten in München und Hamburg sein, um sich optimal auf die im Juli stattfindenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U19 in Brandenburg vorzubereiten.

Bild: Kai Oppel

Frauenpower im ARCW

In unserer Halle begann das Jahr laut und motiviert. Der Januar 2019 stand nämlich auch im ARCW ganz unter dem Motto #GirlsonErgs. Der Ruderbedarfhersteller Concept2 hat bereits zum zweiten Mal in Kooperation mit dem Deutschen Ruderverband einen Ergometerwettkampf ausgeschrieben, der sich nur an die Frauen der Ruderwelt richtet. An vier Terminen im Januar hieß es, möglichst viele Frauen aus allen Altersklassen akquirieren und auf den Ruderergometern Kilometer machen. Jeweils in der Woche vom 8., 15., 22. und 30 Januar musste die dem Datum entsprechende Minutenanzahl abgerudert und die erruderten Kilometer mit Selfie dem DRV geschickt werden. Am Ende der vier aufregenden Wochen, erwarteten die über 2.000 Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland mit Spannung das Ergebnis und welcher Verein es mit seinen Frauen an die Spitze geschafft hat. Auf den Sieger wartete nicht nur ein Bericht auf der Seite des Deutschen Ruderverbandes, sondern auch ein begehrtes BikeErg als neues Trainingsgerät für den Verein wurde verlost sowie Überraschungspakete für die Teilnehmerinnen bereitgestellt.

 Für unsere Frauen hieß das viel Spaß und Schweiß und vier Wochen voller Teamgeist und Frauenpower. In jeder Woche wurde sich gemeinsam in der Sporthalle getroffen und gegenseitig angefeuert, dass die Fenster beschlagen waren und man sein eigenes Wort nicht mehr verstand. Im Vereinsranking hat der ARCW sich mit 41 Aktiven und 536.341 Metern auf Platz 12 errudert und darf sich somit stärkster Ruderverein Bayerns nennen. Mit einer so relativ geringen Aktivenzahl im Vergleich zu den anderen Vereinen, die mitunter 200 Teilnehmerinnen angemeldet hatten, ist das eine phänomenale Leistung. Unsere Mädels haben bereits jetzt beschlossen im nächsten Jahr erneut an den Start zu gehen und sich unter die Top Ten zu kämpfen.

Bild: Arne Piontek

ErgoCup Kettwig 2019

Am Samstag haben sich alle leistungsorientierten Sportler und die dazugehörigen Trainer noch zu einem letzten Training vor dem Ergo Cup getroffen bevor sich die Mannschaft mit beiden Bussen nach Kettwig aufmachte. Vor Ort haben wurden Zimmer in der Jugendherberge bezogen und gemeinsam gegessen. Am nächsten Morgen ging es dann nach einem knackigen Frühstück zur Schulturnhalle, in der die Ergomeisterschaft stattfinden sollte. Die Leichtgewichte ließen sich verwiegen und bis zum eigenen Start gab es noch genügend Zeit sich mental vorzubereiten und gegenseitig anzufeuern. Die Junioren absolvierten ihre Vorläufe, in der Pause gab es einen Ergotriathlon und später am Tag mussten die Senioren und Masters ran. Einige unserer ARCWler konnten persönliche Bestzeiten rausfahren und sich trotz der stickigen Luft sogar für die Finale qualifizieren. So konnte sich Joachim Agne bei den leichten Senioren an die Spitze setzen, Anna Kühne aus der Studentengruppe wurde Vizemeisterin und auch unsere Junioren Luis und Mathilda hatten gute Platzierungen im A-Finale.

Nach einem langen Tag, an dem sich beim Anfeuern nicht nur die Trainer heiser geschrien haben, ging es mit guter Laune, reduziert erworbenen Ergos und lauter Musik im Partybus zurück in die Heimat.

Sportlerehrung 2017 der Stadt Würzburg

Am Mittwoch, 28. 11. 2018 fand (endlich) die Sportlerehrung der Stadt Würzburg für das Jahr 2017 im Panoramasaal des CCW statt.Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake und der neue Sportreferent Achim Könneke führten gekonnt die Ehrungen durch. Besonders anschaulich und kurzweilig wurden die zahlreichen Ehrungen vor allem durch die umrahmenden Bilder an der Großleinwand. Hier ein besonderes Lob und Dank an Rainer Griebl!
Ein gutes Bild gab natürlich die große vollzählige Mannschaft des ARCW ab für die die Bühne doch fast zu klein war.

von links: Arne Heusser, Ines Weidle, Michaela Dennda, Miriam Mc Donogh, Arne Piontek, Christian Holzapfel, Mia Müller (stellvertretend für Anneke Mau),  Sebastian Kiesel, Anna Kühne (für Victoria Agne), Sarah Winkelmann, Sophie Holtmann, Bernd Pachtner, Marc Montero, Jens Hennings, Sina Schäfer, Joachim Agne, Stefan Heiduk, Andreas Holz, Jochen Kleinertz, Petra Ehinger.

Bocksbeutelregatta 2018 ein voller Erfolg

Auch in diesem Jahr war die Würzburger Bocksbeutelregatta ein voller Erfolg. Nicht nur dank des Arbeitsdienstes eine Woche zuvor, sondern auch durch die fleißige Hilfe vieler Mitglieder, konnten zahlreiche Gäste und Ruderer am Kuchen- und Essensbuffet schlemmen, hatten nie das Glas leer und genug Kraft Ihre Mitstreiter lautstark anzufeuern. Viele Gäste aus nah und fern kamen nach Würzburg, um sich auf der 4500m Langstrecke zu messen und aus den Weinbergen heraus Richtung Innenstadt zu fahren.

 

Bei strahlendem Wetter konnten sich auch die ARCW-Ruderer behaupten und ihren Heimvorteil ausnutzen. In jeder Sparte des Vereins – seien es die Kinder, Junioren, Trainingsmannschaft, Studenten, Master oder älteren Semester – wurde mindestens ein Sieg errudert, was insgesamt zu 20 Medaillen führte und zum späten Nachmittag hin gebührend gefeiert wurde. Mit viel guter Laune ließen noch viele Ruderer einen sonnigen und erfolgreichen Tag ausklingen und stießen mit dem ein oder anderen errungenen Bocksbeutel an.

Sicher Rudern – Anforderungen an Steuer- und Obleute

In der Ruderordnung des ARCW sind unter Punkt 3 die Anforderungen an Steuer- und Obleute festgelegt.

Was sind überhaupt Steuerleute im Sinne der Ruderordnung? Hier die Auffassung des DRV (aus: Sicher rudern. Sicherheitshandbuch des DRV, 5. Aufl. 2017):

„Steuerleute sollten eine umfassende Ausbildung in der Bootshandhabung bekommen und über alle wichtigen Sicherheitsvorkehrungen und -maßnahmen informiert sein. Unerfahrene Steuerleute sollten nur unter Aufsicht erfahrener Betreuer ausfahren (nach Möglichkeit in Begleitung eines voll ausgerüsteten Begleitbootes) und wenn sie mit den Vorfahrts- und Befahrensregeln vertraut sind.“

Der Ruderbetrieb in unserem Club ist aktuell sehr lebhaft – mit jedem Ruderkilometer steigt theoretisch die Gefahr eines Unfalls. Wir wollen also alles tun, dass dieses theoretische Risiko so klein wie möglich bleibt. Die Gefahren auf dem Main als einer Binnenwasserstraße mit regem Schiffsverkehr sind jedoch immer vorhanden!

Deshalb werden in einem ersten Schritt seitens des Vorstands diejenigen identifiziert, die durch ihre Ausbildung als Übungsleiterin oder Übungsleiter Rudern die Qualifikation als Steuerleute erworben haben.

In einem nächsten Schritt werden weitere befähigte Personen (z.B. aktive Rennruderer, Jugendliche in leistungssportlicher Ausbildung, langjährig Erfahrene im Breitensport und verantwortliche Organisatoren von Ruderwanderfahrten) als Steuer- und Obleute benannt.

Für die zahlreichen Aktiven im Breitensport und in den Trainingsmannschaften, die auch in Zukunft sicher und verantwortlich rudern wollen, werden wir die Steuer- und Obleute-Ausbildung in unserem Verein anbieten. Informationen dazu gibt es in der Clubzeitung sowie auf unserer Homepage unter: http://arcw.de/sicherheit/.

Einen Eindruck von den Inhalten der theoretischen Ausbildung findest du jederzeit hier.

Hier findest du ein interessante Beitrag über Sicherheit von MRC-1880, die auf die DRV Webseite veröffentlich worden ist.