Übergangsregeln für das Rudern und Hygieneplan Corona (Gültig ab Montag, 23.11.2020)

Wir richten uns nach den Verordnungen der Bayerischen Landesregierung  und den Empfehlungen  BLSV und BRV.

Grundsätzliches:

  • Alle Gruppentermine entfallen;
  • Der Sportbetrieb wird eingeschränkt: nur alleine, zu zweit oder ein gemeinsamer Hausstand;
  • Wenn der Bootsplatz belegt ist außerhalb warten;
  • Risiken in allen Bereichen minimieren;
  • Sportler und Betreuer dürfen bei jeglichen Krankheitssymptomen nicht auf das Vereinsgelände;
  • Die allgemein gültigen Hygieneregeln sind zu beachten;
  • Bei Betreten des Vereinsgeländes besteht Maskenpflicht;
  • Die gültigen Abstandsregeln 1,5m sind immer einzuhalten.

Für den Leistungssport (Junioren und Senioren) 

und für den Kinderruderer

  • Das Rudern findet grundsätzlich nur im Einer und im Zweier und nur mit vorheriger Genehmigung durch den zuständigen Übungsleiter, in bestimmten Zeitzonen statt.
  • Motorboot-Begleitung ist notwendig.
  • Die Trainingsstrecke ist max. Stadt-Adenauer Brücke.
  • Kinderrudern nur in Absprache.

ZEITZONEN :

Mittwoch und Freitag: von 12 Uhr bis Sonnenuntergang

Donnerstag: von 13:30 bis 16:30 Uhr

Samstag: von 14 bis 16:30 Uhr

Sonntag: von Sonnenaufgang bis 10:30 Uhr

Für alle anderen Bereiche

  • Der Vorstand empfiehlt für den Monat November das Rudern am Club auszusetzen.  
  • In Eigenverantwortung ist Rudern im Einer und Zweier möglich, im 1er und 2- in ARCW Booten nur mit Schwimmweste ( Winterzeitordnung ARCW ).
  • Der Individualsport ist am ARCW Steg nur außerhalb der Zeitzonen des Leistungssports möglich, deshalb Unisteg mitnutzen.
  • Reservierungsmöglichkeiten bestehen nicht.
  • Es dürfen nur die freigegebenen Boote benutzt werden.

Allgemein

  • Ergofahren im Freien mit max. 2 Personen erlaubt.  
  • Duschen, Umkleiden, Clubraum, etc. bleiben gesperrt. Toiletten im Flur können genutzt werden. Ruderinnen und Ruderer kommen bitte direkt in Sportkleidung zum Club. Unnötige Aufenthalte auf dem Gelände sind zu vermeiden.
  • Jede Ruderfahrt ist ins Fahrtenbuch einzutragen. Das Fahrtenbuch gilt als Nachweis zur Nachverfolgung. Vor jeder Benutzung sind die Hände und die Tastatur zu desinfizieren.
  • Auf dem Steg und in den Bootshallen dürfen sich jeweils nur eine Bootsmannschaft aufhalten. Beim Anlegen ist auf die aktuelle Situation an Land Rücksicht zu nehmen und ggf. auf dem Wasser zu warten.
  • Eine Rudereinheit ist in ARCW Booten auf max. 90min. vom Ab-bis zum Anlegen begrenzt.
  • Die Bootspflege und -reinigung erfolgt im sonst üblichen Umfang. Die Skullgriffe sind nach jeder Ausfahrt zu desinfizieren.

Kaderruderer  aus der aktuellen Kaderliste haben Sonderrechte.

Würzburg, 23.11.2020  

Andreas Holz, Präsident ARCW

Hier findest du diese Regeln als pdf.

Nachruf auf Erwin Armin Geiger

Es erreichte uns die Nachricht, dass unser Clubkamerad

Erwin Armin Geiger

nach schwerer Krankheit am 18. 10. 2020 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

Der Name Geiger steht im ARCW in den späten achtziger und in den neunziger Jahren für Aufbruch, Wachsen und Gedeihen, für sportliche Erfolge und kameradschaftliches Zusammenwachsen.

Die Söhne Matthias, Markus und Michael waren hervorragende Rennruderer. Die Eltern unterstützten durch Mitgliedschaft, Betreuung der Jugendlichen im Club und auf den Regatten, Mitarbeit bei Veranstaltungen, im Vergnügungsausschuss und in vielen weiteren Bereichen.

Erwin und seine Frau Ruth waren geprägt von Verantwortung nicht nur für die eigenen Kinder, genauso für den Club, ein Satz klingt uns noch in den Ohren: „da müssen wir was tun!“.

Erwin war Lehrer für Religion und Englisch am Schönborn-Gymnasium Würzburg. Er war ein liebenswerter Kollege, versiert im Umgang mit Jugendlichen, was auch uns zugute kam.

Er war leidenschaftlicher Sänger und engagierte sich Jahrzehnte im Gemeinderat von Randersacker.

Wir genossen sein geschichtliches und geographisches Wissen auf Auslandsreisen in Frankreich und Italien.

Seine Freundlichkeit und Ausgeglichenheit wurde sehr geschätzt.

Wir sind dankbar für die Impulse von Geigers, für Mithilfe, Mitsorge und Mitgestalten.

Wir sprechen seiner Frau Ruth, Sohn Matthias mit Frau Gitte, den Kindern Emma, Jakob und Annie, Sohn Markus mit Frau Petrine, den Kindern Solveig und Hermann sowie Sohn Michael mit Frau Xin, den Kindern Leon und Heide, unsere herzliche Anteilnahme aus.

Die Vorstandschaft

Nachruf auf Werner Kraft, Ehrenmitglied

Leider müssen wir von unserem Clubkameraden Werner Kraft Abschied nehmen.

Wenige Wochen vor seinem 103. Geburtstag verstarb unser Ehrenmitglied Werner Kraft nach einem arbeitsreichen und erfüllten Leben. Der bekannte Bauunternehmer kam unmittelbar nach dem Kriegsende mittellos aus seiner Heimat Ostpreußen in die kriegszerstörte Stadt Würzburg. Als Bauingenieur erkannte er die Notwendigkeit, rasch am Wiederaufbau mit zu wirken, um der obdachlosen Bevölkerung ein Dach über dem Kopf zu bieten.

Mit seinem Wagemut, seinem Ideenreichtum und seiner zähen Arbeit gelang ihm rasch die Gründung einer Firma, die in allen Bereichen des Bauens tätig wurde. Neben Wohnungsbau waren auch bedeutende Projekte im öffentlichen Bereich zu bewältigen, z.B. das Mozartgymnasium, die Regierung von Unterfranken, das Stadttheater, das Müllheizwerk, Betriebs- und Geschäftsbauten,  zwei Hochhauskomplexe am Heuchelhof usw. 

Wir sprechen seiner Frau Helga, seinem Sohn Hans-Werner mit Ehefrau Julia und 5 Kindern, sowie Tochter Ursula (Ursi) mit Ehemann Viktor Nußbaumer mit 3 Kindern und 6 Enkeln unsere herzliche Anteilnahme aus.

Es ist für uns noch nicht begreifbar, dass Clubkamerad Werner nicht mehr da sein wird. Sieben Jahrzehnte im Club – solange wie kaum ein anderer – haben eine tiefe Verbundenheit entstehen lassen.

Das auch deshalb, weil Werner großen Anteil am Clubgeschehen nahm und durch seine Tatkraft, Entschlossenheit und persönlichen Einsatz den Club beim Aufbau, bei Ausstattung und Weiterentwicklung unterstützte.

Er hat Clubmitgliedschaft nicht nur als Teilnehmer, sondern als Gestalter verstanden. Das hebt ihn über andere hinaus. Der Club hat das anerkannt – zu Recht wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Seine Werke – wir denken, ohne anderes zu vergessen, an das Ruderbecken, die Clubraumerweiterung, den Rennachter – bleiben erhalten und dienen dem Club noch Jahrzehnte.

Sein Lachen, wenn es auf der Barke hieß: „ohne Kraft“, wird uns fehlen.

Ein Glücksfall, wie er immer wieder betonte, war das Kennenlernen seiner Frau Helga, geb. Schlier,  unmittelbar nach dem Eintreffen in Würzburg. Ein erfolgreiches Team entstand, das die Widrigkeiten des Kriegsendes, den Mangel an Baumaterialien, die unendlichen Schwierigkeiten eines Neubeginns erfolgreich meisterte. Man erlebte sie immer gemeinsam, vorbildlich für uns alle.

Werner erhielt höchste Auszeichnungen für seine Tätigkeit und die Arbeit in zahlreichen Institutionen. Werner und Helga, die auch bestens zu Feiern wussten, vergaßen nie ihre soziale Verantwortung.

Werner ist wert, dass sein Andenken bei uns erhalten bleibt.

Die Vorstandschaft

Bild: Dirigent Werner am 95. Geburtstag

Nachruf auf Siegfried Braun

Leider müssen wir von unserem Clubkameraden

Siegfried Braun

geb. 10.12.1936, gest. 21.1.2020,

Abschied nehmen. Noch Anfang Dezember konnten wir gemeinsam seinen 83. Geburtstag in einer kleinen freundschaftlichen Runde feiern. 

Er kam 1960 in den Club und begann neben den wöchentlichen Ruderfahrten das Wanderrudern, er machte das mit großer Begeisterung. Er lernte seine Frau Ulla kennen, mit der er in den folgenden Jahrzehnten den Club tatkräftig unterstützte. Dafür erhielt er verschiedene Auszeichnungen des ARCW.

Neben regelmäßiger finanzieller Unterstützung sind uns drei besondere Begegnungen im Gedächtnis:

Sie pflanzten einen Baum. Die Buche steht heute prächtig gedeihend neben den drei Kastanien, also an dem Platz im ARCW, der für Geselligkeit, Kameradschaft und Freundschaft steht. 

Sie erinnerten an führende Persönlichkeiten des Clubs. Sie stifteten einen Pokal mit Einzelplaketten für alle Vorsitzenden, alle AHV-Präsidenten und alle Kaffeekranz-Präsidentinnen. Zur Zeit beim Goldschmied Amberger zur Ergänzung, wird er in Kürze wieder die Ehrenvitrine des Clubs beziehen. 

Das Boot „Ulla Braun“. Ulla und Sigi legten den Grundstock, 2008 konnte ein Gig-Doppelvierer m.St. getauft werden. Es ist das beliebteste Boot im Breitensport, ist es doch gutmütig, zuverlässig und bestens zu handhaben.

Passen diese Eigenschaften nicht vortrefflich zu Sigi und Ulla?  Beide haben den Club mitgeprägt. Sie sind ein Stück des ARCW. Dass der Club gut gedeiht, ist auch ihr Verdienst.  Der Abschied fällt nicht leicht, aber die Freude über jahrzehntelanges Miteinander überwiegt. 

Wir sagen der Tochter Karen-Anke, dem Schwiegersohn Rüdiger, dem Enkel Eric sowie Sigis Schwester und Schwager Gustl Rosenow mit Familien unsere herzliche Anteilnahme.

Die Vorstandschaft

Würzburger Ruder-Maschinen steigen wieder auf Rudermaschinen

Am 8., 15., 22. Und 30. Januar war es für 69 Ruderinnen des ARCW wieder so weit, die alljährliche „Women´s Rowing Challenge“ des Deutschen Ruderverbandes stand an. Wie im vergangenen Jahr auch, hieß es fleißig Kilometer sammeln. Vorgegeben war nur die Zeit, die dem jeweiligen Datum in Minuten entsprach, der 500m-Schnitt und die Schlagzahl konnte von jeder Athletin individuell selbst gewählt werden.

Dieses Konzept fand in diesem Jahr bei noch mehr Teilnehmerinnen Anklang und so kam es, dass sich wöchentlich eine bunt gemischte Truppe bestehend aus Studentinnen, Leistungssportlerinnen, Seniorinnen, Mastersfrauen und Jugendlichen traf, um gemeinsam die Zeit auf dem Ergometer abzuleisten. Unterstützt wurden sie dabei jeweils lautstark von vielen anderen Vereinsmitgliedern, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten.

Auch Freunde des Vereins ließen es sich nicht nehmen den Frauen in Würzburg beim Erreichen des erklärten Ziels für 2020 – eine Top-10-Platzierung – zu helfen, so fuhren einige Ruderinnen in Aarhus (Dänemark), Syracuse (USA) und sogar Aachen (NRW) unter grün-weißer Fahne.

Von Woche zu Woche wurden viele persönliche Bestleistungen aufgestellt und zusammen motiviert am Gesamtziel gearbeitet. Dank 825.451 geruderten Metern konnten sich die Frauen dann am Ende des vierten Challenge-Tags über den 10. Platz unter insgesamt 115 teilnehmenden Vereinen freuen! Dabei blieb der ARCW im Ranking, wie auch im Vorjahr, vor allen anderen bayerischen Vereinen! Eine Leistung, auf die unsere Power-Frauen wirklich stolz sein können!

Die Challenge brachte neben diesen tollen sportlichen Ergebnissen aber vor allem auch eine Menge Spaß und schweißte Frauen ganz unterschiedlichen Alters und Leistungsvermögens zusammen. So verwundert es nicht, dass die meisten bereits jetzt die Neuauflage im nächsten Jahr mit Freuden erwarten.

Bericht: Lisa Schönbuchner
Foto: ARCW

Joachim erklärt die Hallenwelt, damit das Wintertraining uns gefällt.

Für den Club ist es nicht nur erfreulich, wenn man erfolgreich von Regatten zurückkehrt, sondern vor allem auch, wenn das Wissen und die Erfahrung an Andere weitergegeben werden. Dankenswerterweise hat sich Joachim Agne letzten Samstag viel Zeit genommen und einer Gruppe von interessierten Breitensportlern eine Einführung in die Nutzung des Kraftraumes gegeben. Die Gruppe von zehn Personen war gut durchmischt: Bei manchen lag das letzte Gerätetraining viele Jahre zurück, bei anderen gehört das wöchentliche Krafttraining bereits zur Routine. Zur Sprache kam unter Anderem das richtige Aufwärmen, worauf bei der Ausführung der einzelnen Übungen geachtet werden soll, sowie ein sinnvoller Trainingsaufbau. Außerdem wurden Zwischenfragen bereitwillig beantwortet. Bei Vielen war danach der Ehrgeiz geweckt, sodass gleich im Anschluss daran noch fleißig probiert und das Training am nächsten Morgen fortgesetzt wurde.

Eine gute Ergänzung zum Training auf dem Wasser!

Jugendwanderfahrt 2019

Eine für den ARCW erfolgreiche Saison neigt sich dem Ende. Nicht nur auf diesen Erfolg ist unser Verein stolz, auch auf den Zusammenhalt in den Gruppen über Wettkämpfe und Training hinaus. In diesem Sinne ist unsere Jugendfreizeit dieses Jahr wieder einmal sehr entspannt und ausgeglichen abgelaufen.
Los ging es am Samstag, den 27.7., um 8 Uhr mit 22 Leuten und allen drei Fahrzeugen des ARCW in Richtung Nord-Osten nach Sommersdorf an den Kummerower See. Eine 650 Kilometer lange Reise stand den vier Fahrern und Betreuern Sarah, Marc, Fabio und Joachim bevor. Gegen 16 Uhr rollte der erste Bus auf den Campingplatz, man hatte somit noch einen Teil des Tages zum Aufbauen und Entspannen.
Sonntag sollte der schönste Tag werden, weshalb wir uns entschlossen, direkt an diesem ersten Tag an die eine Stunde entfernte Ostsee zu fahren. Vormittags gab es zunächst etwas Meereskunde im Ozeaneum von Stralsund. Überraschend interessiert zog die größtenteils um die 14 Jahre alte Gruppe durch die Räume mit Informationstafeln und riesigen Aquarien. Die Pinguinfütterung bildete den Höhepunkt der Besichtigung, bei der es schwierig wurde, überhaupt einen Sichtplatz zu ergattern. Inspiriert von so viel Wasser ging es, vorbei an einem mittelalterlichen Schauspiel am Ufer der Ostsee, zum Badestrand. Blind von dem kühlen nass stürmten alle ein gutes Stück ins Wasser und waren etwas verdutzt, als man sie auf die ganzen Quallen hinwies, die überall im Wasser verteilt herumschwammen. Glücklicherweise war keine gefährlich, sodass die Landkinder nur etwas geekelt, den Badespaß fortsetzen konnten.
Die nächsten Tage mussten wir glücklicherweise nicht mehr so viel mit den Autos fahren. Bis auf die 10 Kilometer bis zum nächst größeren Dorf, in dem es den nächstgelegensten Supermarkt gab. Der See war angenehm warm, sodass man gut baden konnte und wir auch mit Kanus den See erkunden konnten, was wir am Montag taten. Der Volleyballplatz des Campingplatzes erfreute sich in unserer Gruppe ebenfalls großer Beliebtheit, weshalb wir an unserem letzten vollen Tag ein – natürlich qualitativ hochwertiges – Volleyballtunier veranstalteten.
Abgerundet wurde unsere Freizeit von netten Abenden und für einen Campingausflug überraschend gutem (selbstgemachtem) Essen. Wir saßen oft noch lange Zusammen, spielten auch mal Gesellschaftsspiele und waren in der gesamten großen Ruderergruppe zusammen, als die wir angereist waren.
Zurück ging es dann über Potsdam, wo wir uns das Schloss Sanssoucis anschauen konnten und einen kurzen halt an der dortigen Rudergesellschaft einlegten. Nach einigen Staus und einem geplatzten Reifen konnte alle wohlbehalten am 31. gegen 20 Uhr in Würzburg abgesetzt werden.

AHV-Spargelsessen

Am 1.6.2019 fand in Sommerach im Gasthaus „Zum Schwan“ das diesjährige Spargelsessen statt.Um 15.00 h fuhren wir mit dem Bus von Würzburg nach Gaibach. Dort besichtigten wir u.a. im Schloss Gaibach den Konstitutionssaal und wir erfuhren, dass dieses Schloss heute ein Gymnasium mit Internat ist und ca. 1.400 Schülern beherbergt. 
Nach dieser Besichtigung  ging es in die gegenüberliegende Kirche. Dort wurden wir von Dr. Klaus Riedl an Hand des Schönbornbildes in die Familiengeschichte der Schönborns eingeführt.Der Spargel wartete auf uns und durstig und hungrig strebten wir zum Gasthaus „Zum Schwan“. Kurz von 20 h traten wir frohgelaunt die Heimfahrt an. Wir, das waren 40 Teilnehmer, die einen schönen Nachmittag und Abend erlebten. 

Konstanz 2019 – erfolgreich wie nie!

Fest im Terminkalender der Studenten steht die Internationale Bodenseewoche. Nicht nur, weil diese Regatta ein ganz besonderes Flair hat zwischen der schweizerischen und deutschen Grenze oder dem internationalen Charakter durch die berühmte Internationale Bodenseewoche. Am Konstanzwochenende ist immer gutes Wetter, selten ist ein Wettkampf so stressfrei durch den späten Start am Samstag und eigentlich fühlt man sich hier wie im Urlaub. Genau aus dem Grund haben eine Handvoll Ruderer das Wochenende genutzt und sind mit Kind und Kegel direkt als Schlachtenbummler mitgekommen. Durch die begrenzte Zahl an Achtern im ARCW und dem diesjährigen Großumbau im RC Neptun Konstanz mussten wir unsere Boote dieses Jahr auf drei Achter beschränken und nicht jeder konnte aktiv teilnehmen.

Zum Glück bietet die Bodenseewoche aber mehr als ein Rennen und auch unsere laustarke Unterstützung konnte am Freitagabend zumindest zum Imperiasprint ins Boot steigen. Nachdem Würzburg in beinahe jedem der Vorläufe mit einem Boot vertreten war und sich Runde für Runde durchgekämpft hat, durften sich Mia, Sebbo, Milan und Lucas (RC Neptun) den begehrten Pokal abholen und einen Kasten erfrischendes Getränk noch dazu.

Am Samstag, dem eigentlichen Renntag, gab es erst einmal eine riesige Aufregung, weil der Vereinsbus nicht anspringen wollte. Im Eifer des Gefechts passierte dann noch ein Unglück und unser Arne hatte an unglücklicher Stelle den Finger zwischen Tür und Auto. Nach dem Besuch in der Klinik war klar, dass der Finger gebrochen und unserem Männerachter der Co-Schlag fehlt. Zum Glück konnten wir uns bei den Konstanzern einen ihrer Junioren ausleihen und auch Arne war dank Schmerzmittel wieder halbwegs geflickt. Die eine Hälfte unserer Ruderer fuhr damit in die Schweiz, um unsere Boot fertig zu machen, während die andere Hälfte sich beim zweiten Coastal Rowing versuchte. Dieses Jahr erstmalig mit Kostümwettbewerb, den Fabian und Niklas in ihren Babywindeln auch direkt für sich entschieden haben, wurde die Slalomstaffel in den Seeeinern knallhart und ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen. Nicht selten gab es Bootskontakt und so einfach wie es auf den ersten Blick wirkte, war die Strecke um Bojen und mit den Wenden dann doch nicht.

Zum späten Nachmittag hin wurde es dann langsam ernst für unseren Männer, – Frauen- und offenen Studentenachter Gig. Versammelt sind wir zur Obmannsitzung und Einweisung der Steuerleute nach Kreuzlingen gefahren und am frühen Abend wurden die Achter zu Wasser gelassen. In diesem Jahr neu war der Massenstart aller elf Boote. Gut aus den Startbojen herausgekommen und schnell gestartet, haben sich alle ARCW-Achter gut im Feld platzieren können. Leider gab es nicht nur beim offenen Gig Bootskontakt, sondern auch unsere Frauen konnten nicht ganz kollisionsfrei in den Hafen einlaufen. Dafür war es aber ein unfassbar tolles Rennen und im Ziel angekommen, war die Stimmung bei Sonnenuntergang aus dem Konstanzer Hafen quer über den See zu fahren bombastisch. Wenig später bei der Pasta Party gab es für unsere Frauen dann eine riesige Überraschung. Zum ersten Mal haben sie es geschafft die Dauersieger aus Schaffhauen zu schlagen uns sich trotz elend langem Zeitvorsprung aus Altersgründen aus Treppchen zu kämpfen. Freudestrahlend, emotional und glücklich haben Mia, Sophie, Marie, Ines, Lisa, Anna, Kati, Caro und Steuerfrau Johanna den Wanderpokal entgegen genommen und erst Recht Grund zum Feiern gehabt. Fröhlich wurde die Nacht durchzecht und am nächsten Morgen gemütlich beim Frühstück der letzte Tag in Konstanz genossen. Einige wollten schon früh zurück nach Würzburg und einige haben es sich noch auf der Promenade gut gehen lassen, Konstanz angeschaut und sind erst am Nachmittag zurückgefahren. Ein schönes und durchweg erfolgreiches Wochenende ist zu Ende gegangen und wer weiß, vielleicht schafft es Würzburg nächstes Jahr doch noch einen Achter mehr zu stellen.