Inn-River-Race Passau 2019

Zum Saisonauftakt ist die Inn- River-Race Regatta in Passau am ersten Aprilwochenende für Teile der aktiven Ruderer der Würzburger Rudervereine eine der ersten und gleich eine der anspruchsvollsten Termine im Frühjahr. Eine starke internationale und nationale Beteiligung zeigt auch in diesem Jahr die Beliebtheit dieser Langstreckenregatta. Eine aussergewöhnliche und reizvolle Naturstrecke über 5,5km auf dem Inn ist für die ca. 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ganz besonderes Wettkampferlebnis.

Die angenehme und stimmungsvolle Atmosphäre vor, während und nach den Rennen, mit Siegerehrung und Blasmusik im großen Bierzelt, ist für viele ein zusätzlicher Grund nach Passau zu Reisen.

Bei 7 Starts von Booten mit Würzburger Beteiligung konnten 5 Siege und zwei zweite Plätze mit nach Würzburg zurückgenommen werden.

Erfolgreichster Verein war der Akademische Ruderclub ( ARCW) der mit 4 Siegen und den zwei zweiten Plätzen glänzte, die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg (ROW) trug einen Sieg bei , ebenso wie , in Renngemeinschaft mit dem ARCW ,der Würzburger Ruderverein Bayern (WRVB) .Bemerkenswert Susanne Hegner ( ARCW) , die in ihrem ersten Ruderrennen überhaupt, gleich einen Sieg verbuchen konnte.

Alle Ergebnisse und Zeiten auf rudern.de

Bild: Klaus Böhnlein ( ARCW )

Bootsobleute – Kurs im März 2019

Als im Februar die Einladung von Peter Wimmer für einen Bootsobleute – Kurs ins Haus flatterte, war für mich sofort klar, dass ich mich anmelde. Sich endlich mal mit Themen wie Steuern, Sicherheit, Wasserverhältnisse, Wasserverkehrszeichen … konkret und gezielt auseinander zu setzen, das hatte ich mir schon lange gewünscht.

Der DRV wird in Zukunft erwarten, dass in jedem Boot ausgebildete Obleute die Verantwortung übernehmen. Diese Personen müssen nicht gleichzeitig Steuermann/Steuerfrau sein.

So trafen sich am 23. und 30. März 2019 Dreizehn Ruderinnen und Ruderer (Hildegund Breitenstein, Beate Dinkloh, Friederike Fehlig, Dieter Feitsch, Michael Flammersberger, Reinhard Keller, Matthias Kolb, Katrin Miller, Rainer Schäfer, Klaus-Jürgen Schulze, Hubert Väth, Angelika Winkler, Bernhard Zimmer) und brachten eine Vielfalt von Erfahrungen mit: ob seit knapp 50 Jahren auf dem Wasser oder erst seit kurzer Zeit.

So wurde auch Peters Bitte, dass er im theoretischen Teil nicht nur einen Vortrag halten wolle, sondern auch auf Fragen und Impulse der Teilnehmer*innen eingehen möchte, rege erfüllt: angeregt durch einem lebendigen Austausch ging der Vormittag schnell herum. Es tat so gut, in Ruhe endlich mal mehr über scheinbare Selbstverständlichkeiten zu lernen.

Nachmittags ging es dann aufs Wasser: ohne Steuer, alleine durch Ruderkommandos das Boot um die Insel zu lenken. Zu spüren, wie sensibel das Boot auf ein Kommando reagiert, wenn die Mannschaft das tut, was der Steuermann/die Steuerfrau sagt (und als Ruderer das auch macht, was gesagt wird, obwohl man es in dem Moment eigentlich besser weiß!) Nur so konnten wir immer sicherer das Boot lenken.

Am 30. 3. trafen wir uns dann zur „Prüfung“: als Vorbereitung diente für den theoretischen Teil der 10-seitige Fragenkatalog vom DRV: empfehlenswert, sich den mal anzuschauen.

https://www.rudern.de/sites/default/files/downloads/drv_steuer-und-obleute_pruefungsfragen_loesungen_01.pdf

Bei der wunderbaren Frühlingssonne ging es dann aufs Wasser und wir durften Peter Wimmer bzw. Miriam McDonogh unser „Können“ zeigen.

Einstimmig war zum Abschluss die Meinung, dass die gemeinsamen Stunden eine wertvolle Zeit waren und eigentlich vielen im Club gut tun würde. Von Herzen Dank für die Initiative, lieber Peter … und bitte mehr davon!

Frauenpower im ARCW

In unserer Halle begann das Jahr laut und motiviert. Der Januar 2019 stand nämlich auch im ARCW ganz unter dem Motto #GirlsonErgs. Der Ruderbedarfhersteller Concept2 hat bereits zum zweiten Mal in Kooperation mit dem Deutschen Ruderverband einen Ergometerwettkampf ausgeschrieben, der sich nur an die Frauen der Ruderwelt richtet. An vier Terminen im Januar hieß es, möglichst viele Frauen aus allen Altersklassen akquirieren und auf den Ruderergometern Kilometer machen. Jeweils in der Woche vom 8., 15., 22. und 30 Januar musste die dem Datum entsprechende Minutenanzahl abgerudert und die erruderten Kilometer mit Selfie dem DRV geschickt werden. Am Ende der vier aufregenden Wochen, erwarteten die über 2.000 Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland mit Spannung das Ergebnis und welcher Verein es mit seinen Frauen an die Spitze geschafft hat. Auf den Sieger wartete nicht nur ein Bericht auf der Seite des Deutschen Ruderverbandes, sondern auch ein begehrtes BikeErg als neues Trainingsgerät für den Verein wurde verlost sowie Überraschungspakete für die Teilnehmerinnen bereitgestellt.

 Für unsere Frauen hieß das viel Spaß und Schweiß und vier Wochen voller Teamgeist und Frauenpower. In jeder Woche wurde sich gemeinsam in der Sporthalle getroffen und gegenseitig angefeuert, dass die Fenster beschlagen waren und man sein eigenes Wort nicht mehr verstand. Im Vereinsranking hat der ARCW sich mit 41 Aktiven und 536.341 Metern auf Platz 12 errudert und darf sich somit stärkster Ruderverein Bayerns nennen. Mit einer so relativ geringen Aktivenzahl im Vergleich zu den anderen Vereinen, die mitunter 200 Teilnehmerinnen angemeldet hatten, ist das eine phänomenale Leistung. Unsere Mädels haben bereits jetzt beschlossen im nächsten Jahr erneut an den Start zu gehen und sich unter die Top Ten zu kämpfen.

Bild: Arne Piontek

Fleißiges Wochenende im ARCW

Vergangenen Samstag trafen sich mehrere Freiwillige im Club, um frisch ins neue Jahr zu starten. Im Außenbereich wurden nicht nur die Sträucher zurückgeschnitten, sondern auch verschiedene Baumpflegearbeiten standen an. Auch im Haus wurde reichlich aufgeräumt und geschrubbt, sodass das Clubleben trotz Eis und Schnee und zeitweiligem Ruderverbot sauber und frisch weiterlaufen kann.

Aus sportlicher Sicht ging am Wochenende nicht nur die Women’s Challenge zu Ende, sondern unsere fleißigen Junioren und Senioren bereiteten sich auch auf den anstehenden ErgoCup in Kettwig vor.

Einladung Jahreshauptversammlung 2019

Die Vorstandschaft des Akademischen Ruderclubs Würzburg lädt alle Mitglieder zur

Jahreshauptversammlung 2019

Freitag, 15. März 2019, 19 Uhr,Bootshaus, Mergentheimer Str. 11,

herzlich ein.

Wir bitten um zahlreiche Teilnahme. Anträge gemäß Satzung bitte schriftlich an den Vorstand richten. Tagesordnung ist hier zu finden.

Mit rudersportlichen Grüßen

Andreas Holz, Präsident

Silvesterrudern

Auch in diesem Jahr fand am 31.12.2018 um 11.00 Uhr das alljährliche Silvesterrudern statt. Das Wetter war etwas kalt und windig. So ging ein Teil in die Trainingshalle und ein Teil auf Wasser, wo wir zusammen mit den Mitgliedern der ROW einen 8er und einen 4er zu Wasser bringen konnten. Nach einem kleinen Umtrunk in Randersacker ging es dann auch schon zurück. Das erfolgreiche Ruderjahr 2018 wurde gemeinsam im Clubzimmer in eine gesellige Runde verwandelt und beim Verzehr der mitgebrachten Speisen und Getränken haben wir es ruderkameradschaftlich ausklingen lassen.

ARCW-Gala 2018

Die ARCW-Gala 2018 war mit ihrem ausladenden Buffet, den unzähligen Ehrungen und Highlights des vergangenen Ruderjahres wie immer ein gebührender Jahresabschluss. Der Vergnügungsabschluss hat sich mit dem großen Festschmaus mal wieder übertroffen und konnte durch den neuen Zeitplan auch endlich an den Ehrungen teilnehmen. Nicht nur wurden die vielen fleißigen Sportler aus allen Altersklassen geehrt, sondern sogar unsere Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake kam als Ehrengast, um Joachim Agne zu seinen Erfolgen zu gratulieren. Der Auftritt des Nikolaus jedoch, war der tatsächliche Höhepunkt des Abends. Dank der dichterischen Unterstützung von Severin Liessem konnten Nikolaus, Knecht Ruprecht und die Engelsschaar alle bösen Wichte schimpfen und selig das Ende des offiziellen Teils einleiten. Fix hatten die Senioren die Bar aufgebaut und noch bis tief in die Nacht hat nicht nur die Jugend das Jahr feuchtfröhlich ausklingen lassen.

Sportlerehrung 2017 der Stadt Würzburg

Am Mittwoch, 28. 11. 2018 fand (endlich) die Sportlerehrung der Stadt Würzburg für das Jahr 2017 im Panoramasaal des CCW statt.Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake und der neue Sportreferent Achim Könneke führten gekonnt die Ehrungen durch. Besonders anschaulich und kurzweilig wurden die zahlreichen Ehrungen vor allem durch die umrahmenden Bilder an der Großleinwand. Hier ein besonderes Lob und Dank an Rainer Griebl!
Ein gutes Bild gab natürlich die große vollzählige Mannschaft des ARCW ab für die die Bühne doch fast zu klein war.

von links: Arne Heusser, Ines Weidle, Michaela Dennda, Miriam Mc Donogh, Arne Piontek, Christian Holzapfel, Mia Müller (stellvertretend für Anneke Mau),  Sebastian Kiesel, Anna Kühne (für Victoria Agne), Sarah Winkelmann, Sophie Holtmann, Bernd Pachtner, Marc Montero, Jens Hennings, Sina Schäfer, Joachim Agne, Stefan Heiduk, Andreas Holz, Jochen Kleinertz, Petra Ehinger.

Nachruf auf Prof. Dr. Hubert Frohmüller

Am 5.10.2018 verstarb unser Ruderkamerad

Prof. Dr. Hubert Frohmüller

im Alter von 90 Jahren.

 

 

Er trat 1949 als Student (gebürtiger Heidingsfelder) in den ARCW ein und interessierte sich schnell für den Rennsport.

Trotz der damaligen Schwierigkeiten kurz nach Kriegsende konnte der ARCW (am 1.10.1947 als RCW wieder gegründet) ein improvisiertes Training für begeisterte junge Leute anbieten. Hubert nahm sofort teil und fuhr – für damalige Verhältnisse – zahlreiche Rennen. Höhepunkt war 1953 der Gewinn der Deutschen Hochschulmeisterschaft im Riemenvierer mit Steuermann mit den Ruderkameraden Friedrich Heeger, Hubert Schmitt, Werner Mohler, Stm. Ernst Herb, die erste nationale Meisterschaft nach dem Krieg. Hier zeigte sich die Leistungsbereitschaft, der Siegeswille, das Einordnen in eine Mannschaft, aber auch das Rudertalent. Hatte die Mannschaft doch ein schwieriges Boot, den „Jubilar“, schmal und kippelig und nur mit Präzision fahrbar (spätere Ruderer wollten das Boot nicht, es wurde in den 70er Jahren zum Doppelvierer umgebaut).

Wie sehr Hubert vom Rudersport begeistert war, zeigte ein „Rüffel“ seines Professors, „er müsse sich jetzt entscheiden: Studium oder Rudern“!

Nach dem Gewinn des „Hochschulvierers“ stand – wie sollte es anders ein – das Studium bzw. der Beruf im Vordergrund. Erste Stationen waren das Pathologische Institut und die Medizinische Poliklinik. 1958 kam er an die weltbekannte Mayo-Klinik in Rochester, wo er seine klinische und wissenschaftliche Ausbildung erhielt.

Nach 4 Jahren kehre er zurück nach Deutschland, zunächst nach München (Facharzt für Urologie), 1966 Habilitation an der Uni Würzburg, Leiter der Urologischen Abteilung, 1971 erster Lehrstuhlinhaber für Urologie.

Unter seiner Leitung wurde 1984 als neue Methode das Zertrümmern der Nieren- und Harnleitersteine mit Stoßwellen in Würzburg eingeführt (2. Klinik in Bayern), im gleichen Jahr erfolgte die erste Nierentransplantation.

Prof. Frohmüller führte die Würzburger Klinik zu einem international anerkanntem klinischen und wissenschaftlichen Zentrum. Er widmete sich vor allem Krebserkrankungen und endoskopischen Operationsverfahren. Er begleitete zahlreiche Ehrenämter und erhielt höchste Auszeichnungen, u.a. als einziger Deutscher die Ehre eines „Distinguished Alumnus“ der Mayo-Klinik.

 

Da verblieben für seine Hobbies, wie das Rudern, wenig Zeit. Es war ihm selbstverständlich, den ARCW immer zu unterstützen und der Jugend Wachsen und Gedeihen zu ermöglichen – für die Jugend – pro Juventute.

Bei seinen Besuchen im Club erkundigte er sich sofort: wie geht’s, wie geht´s dem ARCW? Die Berichte und Erfolge nahm er zufrieden zur Kenntnis: Das ist gut so!Diese Worte werden hängen bleiben.

Hubert gehörte zu den Männern und Frauen, die den ARCW gestalten halfen und in die Zukunft führten.

Der Vorstand trug ihm aufgrund seines vorbildlichen Engagements an, die Patenschaft für die Taufe des vor 3 Jahren erworbenen Gig-Achters zu übernehmen. „Habe ich das verdient?“ Ja, und er taufte das Boot in dem Bewusstsein, ein Stück Zukunft für den ARCW zu schaffen. Dankbarkeit und auch ein wenig Stolz erfüllten ihn.

Und wenn wir den Achter für eine Ruderfahrt aus dem Lager holen, schwingt bei vielen der Name Hubert mit. Die Erinnerung wird uns Jahrzehnte begleiten.

Wir sprechen seiner Frau Inge, der Tochter Christiane, den Söhnen Stefan und Ivo sowie der ganzen Familie unsere herzliche Anteilnahme aus.

 

Horst Laugwitz