Nachruf auf Margit Strasen

Nachruf auf Margit Strasen

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht aufgenommen, dass unsere 

Margit Strasen

am 21. 12. 2022 im Alter von nur 69 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Eine immer freundliche, fröhliche, hilfsbereite, zupackende, belesene und dem Rudersport zugetane Freundin ist von uns gegangen.

Jahrzehnte stand sie bei den Festen wie Anrudern, Sommerfest, Bocksbeutelregatta und Gala an den Verkaufsständen, der Essensausgabe und in der Küche, um Mitglieder und Besucher zu verwöhnen. Sie unterstützte den ARCW und war vom Wert des Ruderns für unsere Jugendlichen und auch Ältere überzeugt. 

Sie begleitete mit Rolf viele Regatten und sorgte dafür, dass nach Meisterschaften auch zünftig gefeiert werden konnte.

Wir erinnern uns an gemeinsame Wanderfahrten, wo wir – ob bei Regen oder Sonnenschein – uns der Kameradschaft erfreuten und herrliche Stunden erlebten.

Unsere Margit, mit ihrem Bild und hundert brennenden Kerzen unterm Weihnachtsbaum , wird uns in Erinnerung bleiben.

Wir sprechen unserem Rolf, den rudernden Söhnen Jörn und Tim sowie deren Familien unsere Anteilnahme aus. Eine große Schar von ClubkameradenInnen wohnten der Trauerfeier am 7. 1. 2023 in Eisingen bei.   

Nachruf auf Volker Sator

Nachruf auf Volker Sator

Das Ehrenmitglied des Bayerischen Ruderverbandes und der langjährige Würzburger Regattaleiter 

Volker Sator

ist am 14. 12. 2022 plötzlich im Alter von 81 Jahren verstorben. Volker hat nicht nur die Regatta in Würzburg geprägt, er war im BRV und DRV in unterschiedlichen Funktionen und als nationaler und internationaler Wettkampfrichter   tätig.

Als hartnäckiger Verfechter des Rudersports   kämpfte er mit Ideenreichtum und Beharrlichkeit, aber auch warmherzig und für sich bescheiden für die Ziele der Würzburger Ruderer. Er leitete das Volksrudern des BRV, unterstützte die Schwimmwettkämpfe, war vor allem kreativ für die Würzburger Regatta, um sie bei der stetig steigenden Konkurrenz von Regattaveranstaltern am Leben zu erhalten: Zuerst Regatta über 2000 Meter, dann Kurzstreckenregatta und dann die Bocksbeutelregatta als Langstrecke im Herbst. Seit 1987 wird sie in dieser Form erfolgreich ausgeführt. Nun musste er erleben, dass sie in diesem Jahr ausfiel.

Vor sechs Jahren schloss er sich dem ARCW an, von dessen Vorstandschaft und vielen Mitgliedern er in seiner Tätigkeit und Arbeit immer tatkräftig unterstützt wurde.

Leider setzten Krankheiten seiner Schaffenskraft zu, doch bis zuletzt sammelte und sortierte er Schriftstücke des Regattawesens in Würzburg zum Aufbau eines Archivs.

Vor wenigen Wochen war es pandemiebedingt und ihm gesundheitlich endlich möglich, uns zu einem „Schoppen“ zu treffen. Da sagte er „jetzt geht es wieder aufwärts“.

Wir sprechen seiner Frau   Renate und seinem Sohn Dieter, der gemeinsam mit unserem Stefan Forster 1996 Weltmeister im Deutschlandachter wurde, unsere herzliche Anteilnahme aus.

Wir verabschieden uns von einer großen Persönlichkeit des Rudersports!

Die Vorstandschaft

Einladung zum Sommerfest

Einladung zum Sommerfest

An alle Mitglieder und Freunde des ARCW

Herzliche Einladung zu unserem Sommerfest mit Ehrungen und weiteren Bootstaufen.

Wir möchten gerne am Samstag,16.Juli 2022, mit Euch feiern.

Wir beginnen um 16h und ehren unsere verdienten Mitglieder .

Im Anschluss werden die neuerworbenen Boote getauft.

Es folgt ein gemütliches Beisammensein auf dem Clubgelände.

Der Vergnügungsausschuss sorgt für eine kleine Verpflegung.

Ich würde mich freuen, Euch zahlreich mal wieder am Club begrüßen zu können.

Euer Andreas

Der Spargel schiesst, die Welt wird bunt….

Der Spargel schiesst, die Welt wird bunt….

Höchste Zeit für die AHV, sich auf die jährliche Spargelfahrt zu begeben! Dieses Jahr wieder möglich, luden Barbara Zahn und Viko Nußbaumer nach Kühlsheim in das Gasthaus „Zur Rose“ ein.

Kühlsheim? Sonst ging die Fahrt immer nach Osten ans Main-Dreieck, diesmal nach Westen. Bange Frage, gibt’s denn dort auch Spargel und einen Schoppen? Natürlich, der Ausflug bestens vorbereitet, Bus organisiert, Gasthaus  und vorher eine Führung  im Kloster Bronnbach im Taubertal  bestellt.

Ohne Kultur geht es nicht, die Führung frischte beinahe Vergessenes wieder auf: Die Zisterzienser siedelten dort vor fast tausend Jahren, abseits von Siedlungen, direkt am Wasser der Tauber, reichlich Wald und landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Ein für die damalige Zeit gewaltiges Gotteshaus wurde errichtet, schlicht wie es den Regeln des Ordens entsprach die Ausstattung und der Turmreiter. 

Später wurde die Anlage von den Benediktinern übernommen und im 17. Jahrhundert entsprechend dem Zeitgeist barockisiert. Eindrucksvoll der große Kreuzgang. Eine köstliche Probe Riesling/Silvaner rundete die Führung ab.

Nach 20 Minuten Fahrt werden wir in Kühlsheim wieder mit erfrischendem Wein begrüßt, wunderbar, der Hunger hat sich längst eingestellt.

Gut gesättigt, lässt es sich unser Ehrenmitglied Hermann Nickel nicht nehmen, Gedichte aus seinem umfangreichen Fundus vorzutragen, zuerst das Spargelgedicht von 1997, aus dem die Überschrift dieses Artikels entlehnt ist. Einige bedeutende Zeilen seien doch wiedergegeben:

Seit allzeit heiter und vergnügt, treibt`s nur dabei nicht zu verrückt.

Denn manchem, der`s zu bunt getrieben, ist dann die Puste weggeblieben.

Wer hat´s erkannt? Der heutige Name der AHV wurde geboren!

Ein weiteres Gedicht aus dem Jahr  2013 folgte, das mit seiner Eindringlichkeit vorausschauend den Krieg in der Ukraine umschreibt. Warum ändert sich die Welt nicht?

Viel Beifall für unseren Senior, der am 1. 4. 2022 seinen 99. Geburtstag feierte.

Klaus Riedel, in der klassischen Literatur zu Hause, brache Faust zu Gehör.

Nicht zu vergessen unsere Helga Kraft, zweitältestes Clubmitglied nach Hermann, die ebenfalls mit Freude den Spargel genoss. 

Eine gelungene Veranstaltung bei schönstem Wetter mit bester Laune! Herzlichen Dank nochmals an Babs und Viko.

H.L.

Es schießt der Spargel.

Ach, wenn doch nur der Spargel schösse

und sonst nichts andres auf der Welt!

Wenn außerdem man wo beschlösse,

dass nur was schießt wird auch gestochen,

das Land hätt` gerne ich gewählt,

denn dort wär` Friede ausgebrochen.

Dies Land hätt´ ich so gern geortet!

Doch leider wird  wohin ich seh`

gequält, gepeinigt und gemordet

mit Hieb und Stich wie eh und jeh.

Zwar hört man überall versprechen,

dass alles besser werden sollt`,

doch Worte kann man so schnell brechen

und sagen: „So war´s nicht gewollt!“

Ach würde Spargel nur gestochen,

der Spargel, der nun ringsum sprießt,

würde nie mehr ein Wort gebrochen,

gäb´s  keinen mehr, der wieder schießt,

dann könnte sorglos man genießen

den  Spargel und dazu den Wein!

Es gäb` nicht Hauen, Stechen, Schießen.

Wie schön könnt` es auf Erden Sein!

Hermann Nickel, 2013.