Allerheiligen-Gräberrundgang mit AHV-Aufwärmessen

Der traditionelle Gräberrundgang führte dieses Jahr auf die Friedhöfe in Heidingsfeld, Rimpar, Hettstadt, Roßbach, Sommerhausen, Gelchsheim, auf den Waldfriedhof und schließlich an Allerheiligen selbst mit einer ARCW-Gruppe auf den Würzburger Hauptfriedhof. Wie immer wurde am Gedenkstein auf dem „Bayerngelände“ für unser Mitglied und ehemaligen WRGB-Vorsitzenden Dr. Wolfgang Estler, dessen Grab in Schweinfurt ist, ein Kränzchen abgelegt.

Danke an alle, die auf dem Hauptfriedhof dabei waren, vom 4jährigen Markus Wimmer bis zu unserem 81jährigen Ehrenmitglied Reinhard Keller. Besonders erwähnenswert, dass uns auch Günter Markert begleitete und Horst uns wie immer zielgerichtet und informativ führte.

Das Wetter war erträglich, aber mit der Zeit doch ziemlich kalt. Deshalb waren alle froh, dass die AHV, das heißt Viko und diesmal besonders Babs mit Familie, nämlich Ehemann Peter, Sohn Sebastian, Schwiegertochter Kerstin und Enkel Johannes, Marlene und Theresa, uns  anschließend mit einer Bouillon aufwärmten. Weiter wurden wir dann mit dem obligatorischen  Sauerkrautessen und köstlicher Nachspeise verwöhnt. Die anwesenden 8 Kinder halfen eifrig beim Servieren und Abräumen mit und alle waren an diesem Feiertag nach aufkommender Herbstsonne zufrieden.

Wir haben natürlich volles Verständnis, dass Viko und Ursi andere Aufgaben zu erfüllen hatten, sie wurden inzwischen wieder Großeltern und wir gratulieren ihnen, ihrer Tochter Andrea und natürlich allen Familienmitgliedern ganz herzlich und wünschen alles Gute!

Nachruf auf Prof. Dr. Hubert Frohmüller

Am 5.10.2018 verstarb unser Ruderkamerad

Prof. Dr. Hubert Frohmüller

im Alter von 90 Jahren.

 

 

Er trat 1949 als Student (gebürtiger Heidingsfelder) in den ARCW ein und interessierte sich schnell für den Rennsport.

Trotz der damaligen Schwierigkeiten kurz nach Kriegsende konnte der ARCW (am 1.10.1947 als RCW wieder gegründet) ein improvisiertes Training für begeisterte junge Leute anbieten. Hubert nahm sofort teil und fuhr – für damalige Verhältnisse – zahlreiche Rennen. Höhepunkt war 1953 der Gewinn der Deutschen Hochschulmeisterschaft im Riemenvierer mit Steuermann mit den Ruderkameraden Friedrich Heeger, Hubert Schmitt, Werner Mohler, Stm. Ernst Herb, die erste nationale Meisterschaft nach dem Krieg. Hier zeigte sich die Leistungsbereitschaft, der Siegeswille, das Einordnen in eine Mannschaft, aber auch das Rudertalent. Hatte die Mannschaft doch ein schwieriges Boot, den „Jubilar“, schmal und kippelig und nur mit Präzision fahrbar (spätere Ruderer wollten das Boot nicht, es wurde in den 70er Jahren zum Doppelvierer umgebaut).

Wie sehr Hubert vom Rudersport begeistert war, zeigte ein „Rüffel“ seines Professors, „er müsse sich jetzt entscheiden: Studium oder Rudern“!

Nach dem Gewinn des „Hochschulvierers“ stand – wie sollte es anders ein – das Studium bzw. der Beruf im Vordergrund. Erste Stationen waren das Pathologische Institut und die Medizinische Poliklinik. 1958 kam er an die weltbekannte Mayo-Klinik in Rochester, wo er seine klinische und wissenschaftliche Ausbildung erhielt.

Nach 4 Jahren kehre er zurück nach Deutschland, zunächst nach München (Facharzt für Urologie), 1966 Habilitation an der Uni Würzburg, Leiter der Urologischen Abteilung, 1971 erster Lehrstuhlinhaber für Urologie.

Unter seiner Leitung wurde 1984 als neue Methode das Zertrümmern der Nieren- und Harnleitersteine mit Stoßwellen in Würzburg eingeführt (2. Klinik in Bayern), im gleichen Jahr erfolgte die erste Nierentransplantation.

Prof. Frohmüller führte die Würzburger Klinik zu einem international anerkanntem klinischen und wissenschaftlichen Zentrum. Er widmete sich vor allem Krebserkrankungen und endoskopischen Operationsverfahren. Er begleitete zahlreiche Ehrenämter und erhielt höchste Auszeichnungen, u.a. als einziger Deutscher die Ehre eines „Distinguished Alumnus“ der Mayo-Klinik.

 

Da verblieben für seine Hobbies, wie das Rudern, wenig Zeit. Es war ihm selbstverständlich, den ARCW immer zu unterstützen und der Jugend Wachsen und Gedeihen zu ermöglichen – für die Jugend – pro Juventute.

Bei seinen Besuchen im Club erkundigte er sich sofort: wie geht’s, wie geht´s dem ARCW? Die Berichte und Erfolge nahm er zufrieden zur Kenntnis: Das ist gut so!Diese Worte werden hängen bleiben.

Hubert gehörte zu den Männern und Frauen, die den ARCW gestalten halfen und in die Zukunft führten.

Der Vorstand trug ihm aufgrund seines vorbildlichen Engagements an, die Patenschaft für die Taufe des vor 3 Jahren erworbenen Gig-Achters zu übernehmen. „Habe ich das verdient?“ Ja, und er taufte das Boot in dem Bewusstsein, ein Stück Zukunft für den ARCW zu schaffen. Dankbarkeit und auch ein wenig Stolz erfüllten ihn.

Und wenn wir den Achter für eine Ruderfahrt aus dem Lager holen, schwingt bei vielen der Name Hubert mit. Die Erinnerung wird uns Jahrzehnte begleiten.

Wir sprechen seiner Frau Inge, der Tochter Christiane, den Söhnen Stefan und Ivo sowie der ganzen Familie unsere herzliche Anteilnahme aus.

 

Horst Laugwitz

Bocksbeutelregatta 2018 ein voller Erfolg

Auch in diesem Jahr war die Würzburger Bocksbeutelregatta ein voller Erfolg. Nicht nur dank des Arbeitsdienstes eine Woche zuvor, sondern auch durch die fleißige Hilfe vieler Mitglieder, konnten zahlreiche Gäste und Ruderer am Kuchen- und Essensbuffet schlemmen, hatten nie das Glas leer und genug Kraft Ihre Mitstreiter lautstark anzufeuern. Viele Gäste aus nah und fern kamen nach Würzburg, um sich auf der 4500m Langstrecke zu messen und aus den Weinbergen heraus Richtung Innenstadt zu fahren.

 

Bei strahlendem Wetter konnten sich auch die ARCW-Ruderer behaupten und ihren Heimvorteil ausnutzen. In jeder Sparte des Vereins – seien es die Kinder, Junioren, Trainingsmannschaft, Studenten, Master oder älteren Semester – wurde mindestens ein Sieg errudert, was insgesamt zu 20 Medaillen führte und zum späten Nachmittag hin gebührend gefeiert wurde. Mit viel guter Laune ließen noch viele Ruderer einen sonnigen und erfolgreichen Tag ausklingen und stießen mit dem ein oder anderen errungenen Bocksbeutel an.

Federweiser-Abend der AHV 2018

24 AHV-Mitglieder kamen am Samstag, den 29. September, gegen 18 Uhr,im Clubzimmer zusammen. Als Ehrengäste waren unser Leichtgewichtsweltmeister Joachim Agne und seine Freundin  Sarah Winkelmann eingeladen. Sie wurden von Allen herzlichst begrüßt, bekamen ein kleines Geschenk und Ingrid Laugwitz würdigte die Laufbahn unseres bescheidenen, immer engagierten Weltmeisterruderers mit anerkennenden Worten.  Auch Volker Sator hielt im Laufe des Abends einige zu Erfolg unseres Joachim passende Ansprache.

Selbstverständlich ist, dass der Federweiser, von Babs besorgt,und Wurst und Käse, von Viko organisiert, guten Anklang fanden. Und so verließen die letzten Gäste frohgelaunt gegen 22 Uhr den ARCW.

Weltmeisterlicher Empfang

Am Samstag, den 29.09.2018 haben wir gemeinsam ab 17:00 Uhr auf dem Bootsgelände unseren frischgebackenen Weltmeister Joachim Agne mit Sarah und seinen Eltern erwartet. Die Kinder standen Spalier, der Sekt war gekühlt und gespannt haben alle den Goldjungen empfangen wollen. Endlich fuhr dann das Auto vor, es wurde laut applaudiert und sich gefreut. Nach einer kurzen Ansprache von Ingrid über den Werdegang von Joachim und wie ihn seine ersten Ruderversuche beim Riemenschneider-Gymnasium dann zum ARCW gebracht haben, wurde unser Weltmeister auch schon belagert und ausgefragt. Natürlich musste zwischen Bratwurst und Kuchen auch die schwere Goldmedaille herumgezeigt werden und ausgelassen haben wir gemeinsam auf ihn angestoßen.

Zwar war dieser kleine Empfang von Ingrid und Horst auf die Schnelle auf die Beine gestellt worden, aber es haben sich viele Mitglieder aus allen ARCW-Gruppen und unseren Nachbarvereinen versammelt, um Joachim mit viel Applaus und Glückwünschen zu empfangen. Nur weiter so und auf die nächste Saison!

Foto: Ingrid Laugwitz

Wiederauflage des traditionsreichen Mülheimer Boot Rennens

Am Wochenende stand die Stadt an der Ruhr wieder einmal mehr im Zeichen des Wassersports. Das Drachenbootfestival zog bei bestem Wetter wieder Tausende Aktive und Zuschauer in seinen Bann.

Eingebettet war dieses Jahr die Wiederaufnahme des seit Jahrzehnten ausgesetzten Ruderennens zwischen den Traditionsgymnasien Otto-Pankok-Schule und Karl-Ziegler Schule. Ausgetragen wurde das Rennen im Bezug auf die nun 120jährige Geschichte in historischen Booten, sogenannten Renngigs.

Gemeinsam waren beide Schülerruderriegen die Vorbereitungen angegangen. Zwar ist der sportliche Ehrgeiz durchaus da, aber man ist sich auch immer der gemeinsamen Geschichte bewusst. Beide Schulen und auch die Schülerrudervereine waren ursprünglich eine.

Für die Schüler begann der Tag schon früh. Zwar waren die selten gebrauchten Boote schon in den Vorwochen durchgesehen worden, aber dennoch wartete auf die Beteiligten jede Menge Arbeit. Riemen und Rollsitze wurden zum Steg gebracht, Auftriebshilfen und Leinen für die Schleusung vorbereitet. Letzte Justierungen am Ruderwerk wurden vorgenommen.

Dann gingen die Mannschaften aufs Wasser, begleitet von den ersten Schlachtenbummlern an Land. Es folgte die Schleusung, für viele der Jugendlichen eine neue Erfahrung. Dank des sehr umsichtigen Schleusenwärters lief sie aber, wie auch das Aufwärtsschleusen, nach getaner Arbeit, vollkommen problemlos.

Hektisch wurde es dann auf dem Regattaplatz. Die ersten Rennmannschaften saßen kaum im Boot, da wurden sie auch schon an den Start gerufen.

Das erste Rennen bestritten die Schüler der Mittelstufe Klasse 7-9. Gewonnen wurde es in einem Foto-Finish-Rennen von dem Schülerruderverein der Karl-Ziegler-Schule.

Auch im zweiten Rennen, dem der Oberstufenschüler konnte sich der Schülerruderverein durchsetzen. Nach einem Krebs am zu Beginn des Rennens mussten sich die OP-Eleven trotz fulminanter Aufholjagd klar geschlagen geben.

Im Vergleich der ehemaligen Schüler konnte sich dagegen die Otto-Pankok-Schule durchsetzen. Vor den Augen ihres ehemaligen Trainers und Protektors schlugen die zum Teil schon recht angejahrten Ex-Schüler ihre deutlich jüngere Konkurrenz.

Boote:

Otto Pankok Schule: Renngigachter „Linde“ Baujahr 1963, Bootswerft Empacher, übernommen vom „Akademischen Ruderclub Würzburg“, einer der letzten gebauten Achter dieses Typs.

Karl-Ziegler Schule: Renngigachter „Hagen“ Baujahr 1928, Bootswerft Pirsch, übernommen aus der Auflösung der Sammlung des südbayrischen Schifffahrtsmuseums.

 

Foto & Text: Classic Boat Club e.V.

Anrudern 2018

Heute fand das Anrudern von ARCW und ROW statt. Die allermeisten von unseren Vierern und Achtern waren besetzt und mit der ROW und dem einen WRVB – Boot, das sich erfreulicherweise dazugesellt hat, war der Main gut gefüllt. Oberbürgermeister Christian Schuchardt wünschte allen Ruderern eine gute Saison und versprach, dass die Stadt sich um eine Verbesserung der Stimmung zwischen den Rudervereinen bemühe. Damit fiel der Startschuss und die Flotte setzte sich in Bewegung. Auch das anschließende gemütliche Miteinander auf dem ARCW Gelände war gelungen und beinhaltete die Taufe des Breitensportzweiers Stromer und dem neuen Einer für leichte Frauen Princess.

Auch die MainPost hat schon einen Artikel veröffentlicht, den ihr hier findet.

AHV Heringsessen

Zum Heringsessen konnten wir 38 Mitglieder begrüßt werden. Die Heringe, die Stimmung und das Ambiente fanden wieder großen Anklang. Zum Dessert hat Viko die Anwesenden mit einer Käseplatte überrascht.

Es standen diesmal Neuwahlen der Präsidenten an. Viktor Nußbaumer und Barbara Zahn wurden einstimmig für 2 weitere Jahre im Amt bestätigt.

Das Clubzimmer war mit Primeln geschmückt, die sich die Gäste am Ende der Veranstaltung mitnehmen konnten, da ja nicht nur Aschermittwoch sondern aus Valentinstag war