Nachruf auf Hans-Georg Pelkeit

Nachruf auf Hans-Georg Pelkeit

Unser Ruderkamerad Hans hat sich am 5. März für immer von uns verabschiedet.

Er ist friedlich und ohne Ankündigung entschlafen.

Am 7.12.1939 wurden er und sein Zwillingsbruder Paul bei Gumbinnen in Ostpreußen geboren. Nach der Flucht westwärts vor dem Einfall der Russen fand die Familie ein erstes Zuhause auf einem Bauernhof in Schleswig Holstein. Den zwei Buben hat diese Zeit inmitten Natur und damit verbundener Freiheit gut getan. Für ihre Schulzeit und Jugend wurde Köln der Lebensraum.

Hans erlernte den Beruf des Schriftsetzers. In München absolvierte er sein Studium zum Ingenieur. In Südafrika, Port Elisabeth, lernte er eine Arbeitswelt kennen, die von Apartheid geprägt und ihm fremd war. Er konnte hier seine Englischkenntnisse im täglichen Gebrauch vervollkommnen. Während eines Heimaturlaubes lernte Hans seine Margarete kennen, der Grund, zurück nach Deutschland zu kommen, hier zu heiraten und einen neuen Lebensschritt zu starten. Die Ehe schenkte dem Paar zwei Kinder: Claudia und Andreas.Nach einigen Jahren im Verkauf mit Schwerpunkt Auslandskontakt London bei der  Universitätsdruckerei  H.Stürtz AG machte er sich zusammen mit seinem Kompagnon Hajo Siegling selbstständig und gründete eine Druckerei. 

Hans trat im Jahre 1970 dem ARCW bei. Mentor dazu war Reiner Schäfer, der weitere Kollegen begeisterte und damit die sogenannte „Stürtzgruppe“ gründete, die bis heute existiert. Es war der Beginn einer Jahrzehnte langen intensiven Kameradschaft  einer Gruppe Gleichgesinnter, die sich am Mittwoch zur gemeinsamen Ausfahrt nach Randersacker mit zwei bis drei Booten und geselligem Beisammensein trafen und diese Tradition auch heute noch gemeinsam mit Freunden aus dem WRVB pflegen. Jährliche Ruderwanderfahrten auf vielen Flüssen Europas von der Loire bis zur Memel, vom Shannon bis zu den Lagunen um Venedig waren prägende Erlebnisse unserer treuen Gemeinschaft. Hans war Jahrzehnte in der erweiterten Vorstandschaft des ARCW aktiv. Seine in letzten Jahren beginnende Demenz hielt ihn immer mehr von seinem Dabeisein ab, in der letzten Zeit lebte er betreut in einem Heim in Fulda, in der Nähe seiner Tochter Claudia. Hans fehlt uns daher schon für eine viel zu lange Zeit und jetzt müssen wir uns leider darüber klar werden, dass wir unseren guten Kameraden nur noch in lieber Erinnerung in unserem Boot haben können. Alles Gute, Hans, Dir ein letztes Hipp-Hipp-Hurra! Hans-Hilmar Seel

Die wertvolle Arbeit für seinen ARCW war die des Pressewarts mit dem jahrzehntelangen Gestalten, Drucken und Versenden der Clubzeitung. Darüber hinaus gestaltete er lange Zeit mit viel Kreativität Einladungen zu Drehdolle, Sommerfest und Nikolausball und fasste die Regattaerfolge plakativ auf Druckbögen zusammen. Dass er bei den Arbeitsdiensten des Clubs kräftig zupackte, zeigen Bilder, die wir im nächsten Clubheft veröffentlichen werden.

Für seine lange wichtige Arbeit für den Club erhielt er 2005 die Goldene Verdienstnadel, für seine langjährige treue Mitgliedschaft 2010 die Goldene ARCW-Ehrennadel. Leider konnte aufgrund der Pandemie die DRV-Ehrennadel für 50jährige Mitgliedschaft nicht mehr überreicht werden.

Horst Laugwitz